Der Maschinenbauer IMSB gehört zur Aetna Group, einem weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet Entwicklung und Herstellung von Verpackungsanlagen. Seine Spezialität sind Anlagen mit Spül-, Füll- und Verschließmaschinen. Neben Standardprodukten bietet IMSB individuelle Lösungen an, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Anwendern aus der Lebensmittel- und Pharmaindustrie zugeschnitten sind.
Aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Verpackungsgrößen und -formaten ist Flexibilität heute zu einer entscheidenden Anforderung an Produktionsanlagen in der Getränkeindustrie geworden. Im Fall von volumetrischen Inline-Flaschenabfüllanlagen, wie sie von IMSB hergestellt werden, bedeutet dies, dass die Endanwender in der Lage sein wollen, die Füllvolumina schnell und einfach an die verschiedenen Flaschengrößen anzupassen. Zwar ermöglichen auch Anlagen mit manueller Einstellung solche Änderungen, aber es kann bis zu einer Stunde dauern, um ein neues Füllvolumen exakt einzustellen. Eine solche Verzögerung ist in einem auf Effizienz ausgerichteten Produktionsumfeld kaum zu rechtfertigen. Elektronische Einstellvorrichtungen sind zwar eine Lösung, aber bis dato verlangten sie den Einsatz teurer Systeme mit Servomotoren, um die erforderliche Positioniergenauigkeit ohne Beeinträchtigung des Anlagendurchsatzes zu erzielen.
IMSB wusste, dass es einen großen Markt für Abfüllanlagen mit elektronischer Volumeneinstellung gibt, sofern deren Kosten nicht allzu stark von Anlagen mit manueller Einstellung abweichen. Die Herausforderung bestand also darin, ein System zu entwickeln, das dies ermöglicht.
Bei den volumetrischen Inline-Flaschenabfüllanlagen von IMSB steuert ein mit Nocken angetriebenes Ventilsystem das Volumen und die Durchflussmenge der in die Flaschen eingefüllten Flüssigkeit. Solange sich der Nocken bis zu einer für jede Flasche exakt definierte Position dreht, wird die Flasche befüllt. Danach kehrt er wieder in seine Ruheposition zurück, ehe die nächste Flasche zur Abfüllstation gelangt. Bisher galt die Kombination aus Servomotor und dem dazugehörigen Antriebssystem als die einzige Möglichkeit, um den Nocken mit der für diese anspruchsvolle Anwendung erforderlichen Genauigkeit und Geschwindigkeit zu positionieren.
Auf der Suche nach einer kostengünstigeren Lösung für diese Aufgabe wandte sich IMSB an Eaton. Daraufhin führte dessen Team von auf Positionieraufgaben spezialisierten Anwendungstechnikern eine sorgfältige Anforderungsanalyse durch. Auf deren Grundlage schlugen sie vor, den Hochleistungsfrequenzumrichter Power XL DA1 für die Nockensteuerung einzusetzen, in Kombination mit einem optischen Drehgeber, der die Nockenposition permanent genau überwacht und zurückmeldet. Die Auswahl fiel in diesem Fall auf den DA1, da dieser über moderne Vektorregelalgorithmen verfügt und daher in der Lage ist, mit der erforderlichen hohen Geschwindigkeit und Genauigkeit zu reagieren.




