Lars Neumann, Markus Kunz
Die Brauanlage der MBT Mini Brau Technik hat eine Ausschlagmenge von 5 hl und ist sowohl für Infusions- als auch Dekoktions- Maischeverfahren ausgelegt. Sie besitzt separate Sudgefäße für jeden einzelnen Prozessschritt und die Prozessbehälter sind miteinander durch Rohrleitungen fest verbunden. So werden keine Schläuche und Steckbögen nötig. Alle eingesetzten Armaturen, Pumpen und Plattenapparate entsprechen Fabrikaten, die auch in der Großanlagenindustrie verwendet werden. Alle Armaturen bestehen selbstverständlich aus Edelstahl 1.4301. Der Prozess wird im Folgenden anhand einer Beispielanlage bestehend aus einem Maischegefäß, einem Läuterbottich und einer separaten Würzepfanne mit Innenkocher beschrieben. Alle Sudgefäße sind fest mittels Edelstahlrohrleitung verbunden und verschweißt. Eine Pumpe dient dem Maischetransfer in den Läuterbottich und beim Abläutern der Würze zum Umpumpen in die Würzepfanne. Die zweite Pumpe erzeugt den Rotationseffekt – das Whirlpoolen – und zieht die Würze aus der Würzepfanne zum Würzekühler. Alle drei Sudgefäße sind mit Doppelmänteln ausgestattet und isoliert. Die Oberflächen innen (produktberührt) und außen wurden mit Korn 180 geschliffen. Die Sudbehälter besitzen alle eine große Mannlochöffnung mit Schauglasscheibe. So muss während des Sudbetriebs kein Gefäß geöffnet werden und eine zuschaltbare Gefäßbeleuchtung ermöglicht eine bessere Prozessbeobachtung. Das MBT-Sicherheitskonzept sorgt für eine hohe Betriebs- und Anwendersicherheit. Alle Absperrarmaturen, Gefäßmannlöcher und Treberöffnung sind mit je einem verschleißfreien Endschalter abgesichert. So wird ein sofortiges Abschalten der Prozesse, z. B. beim Öffnen des Mannlochs bei CIP-Reinigung oder Öffnen der Treberluke bei eingeschaltetem Hackwerk, ausgeführt.
Eingemaischt wird manuell in die Maischepfanne. Das Rührwerk wurde so gestaltet, dass es die Maische schonend aber intensiv durchmischt. Der Antrieb des Rührwerks erfolgt von unten und kann stufenlos von 0 bis 45 min-1 geregelt werden. So ist gewährleistet, dass auch bei kleinen Maischemengen oder bei Teilmaischen kein Sauerstoff in die Maischen eingebunden wird. Die Abdichtung erfolgt mittels wartungsfreier Gleitringdichtung. Die Pfanne wird über eine getrennt gesteuerte Mantel- und Bodenheizfläche durch Dampf beheizt. Die Dampfregelung erfolgt mit einem elektro-pneumatischen Regelventil. Über die Pumpe wird in den Läuterbottich abgemaischt.
Im Läuterbottich befindet sich ein Schweißspaltsenkboden zur Trennung der Maische von der Würze. Die Abläuterung selbst läuft über vier Abläuterkonen durch ein beleuchtetes Schauglas und wird über eine Läuterpumpe mittels Handregelventil gesteuert. Zur Kontrolle der Läutergeschwindigkeit wurde eine optische Differenzdruckanzeige installiert. Das Hackwerk mit den gewellten Messern wird über einen regelbaren Getriebemotor, von unten am Läuterbottich montiert, angetrieben. Dieser Motor ist ebenfalls in der Drehzahl von 0 bis 20 min-1 einstellbar. Ausgetrebert wird durch eine seitlich angebrachte Treberluke.




