Neben allgemeinen Anforderungen wie maximale Klärung, Servicefreundlichkeit, minimale Geräuschentwicklung etc. stellt die Brauereitechnologie eine Reihe von Sonderanforderungen, u. a. :
• schonender Produktzulauf
• Verhinderung der Sauerstoffaufnahme durch hydrohermetische Abdichtung
• CIP-Fähigkeit
• Hygienic Design
• maximale Trockensubstanz bei hoher Trubbelastung im Zulauf
Die Umsetzung dieser speziellen Anforderungen in praxiserprobte Lösungen wird nachfolgend anhand einiger konstruktiven Besonderheiten eines Brauereiseparators aufgezeigt.
Standardzuläufe beschleunigen die einströmende Flüssigkeit durch Metallrippen, die die Flüssigkeit mitreißen und in das Tellerpaket drücken. Durch den Kontakt Flüssigkeit/Festkörper kommt es zu einem starken Eintrag von Scherkräften. Empfindliche Würzebestandteile wie beispielsweise Kühltrubpartikel werden zerstört und sind nicht mehr abzuscheiden. Beim patentierten hydrohermetischen Zulauf erfolgt die Beschleunigung durch das Anstauen unter einer Sperrscheibe schonend Flüssigkeit in Flüssigkeit. Das Ergebnis ist durch Partikelgrößenanalysen nachweisbar. Hydrohermetische Maschinen erreichen im Gegensatz zu Standardmaschinen eine deutliche Reduzierung der Partikelanzahl auch im Feinstbereich. Sie arbeiten folglich schonender.
Die bewährte hydrohermetische Abdichtung funktioniert wie eine Labyrinthdichtung über eine mit Wasser gefüllte Scheibe – verschleißfrei und reinigungsfreundlich. Sie vermeidet den Kontakt des Produkts mit Außenluft: Die Sauerstoffaufnahme liegt unterhalb der Messempfindlichkeit von 0,02 mg/l, eine ganz wesentliche Forderung der Brauereitechnologen, die qualitätsmindernde Oxidationsprozesse in Würze und Bier minimieren möchten.
Klärseparatoren weisen ein sehr schnelles Entleerungssystem auf, bei dem der Feststoff nahezu ohne Haftflüssigkeit ausgeschieden wird. So muss beispielsweise beim Anlaufen eines neuen Biertanks der Separator häufiger entleeren, teilweise alle 45 Sekunden. Ein Getriebe würde da schnell an seine Verschleißgrenze stoßen. Alle Maschinen arbeiten daher mit Flachriemenantrieb.
An der Baureihe der Separatoren Typ HSB von Westfalia Separator lassen sich die konstruktiv umgesetzten Anforderungen des Hygienic Design beispielhaft verdeutlichen. Bei der Ausführung wurde darauf geachtet, möglichst spaltfrei mit denkbar wenig Dichtungen auszukommen. Sprühdosen an allen exponierten Stellen gewährleisten eine optimale chemische Reinigung (CIP = Cleaning in place) – eine immer wichtigere Forderung der Brauereien. Die minimierte Anzahl von Dichtungen bedeutet aber auch höhere Servicefreundlichkeit. Über ein Cartridge-System ist eine einfache Entfernung des Trommeloberteils ohne Verschraubung und somit leichte Zugänglichkeit sichergestellt. Überhaupt sind die Wartungsintervalle großzügig bemessen. Eine jährliche Trommelkontrolle genügt in der Regel.




