Pils ist das bedeutendste Produkt der Bochumer Privatbrauerei Moritz Fiege. Es macht etwa 70 % des gesamten Bierabsatzes aus. Daneben stellt die Brauerei folgende Biere her: Gründer (Export), Bernstein, Schwarzbier, Alt, Weizen, Leichter Moritz (Leichtbier), Frei (Alkoholfreies Bier), Radler, Radler alkoholfrei und Schwarzbier-Cola. Insgesamt produziert die Traditionsbrauerei jährlich etwa 135 000 hl. Bis auf wenige Ausnahmen werden die verschiedenen Produkte ausschließlich im Ruhrgebiet vermarktet.
„Wir sind die Brauerei aus der Region und für die Region“, sagt Hugo Fiege, Brauereiinhaber in vierter Generation. „Zudem verstehen wir uns als eine handwerklich orientierte Brauerei, die mit hervorragenden technischen Lösungen ausgestattet ist.“ Das zeigt sich beispielsweise an dem neuen Innofill Glass DRS-ZMS von KHS, den man vor Kurzem anschaffte. „Für die Investition in diese Anlage sprach u. a. die konsequente Umsetzung des Hygienic Design. Zum anderen überzeugte uns, dass das ehemals beim Innofill DRS-ZMS praktizierte Füllprinzip im Wesentlichen erhalten blieb und in Teilbereichen sogar noch verbessert wurde“, erklärt Marc Zinkler, erster Braumeister bei Fiege.
Der Innofill Glass DRS-ZMS arbeitet mit Füllhöhensonden. Dreifaches Evakuieren und zweifache CO2-Spülung gehen hier dem Vorspannprozess mit Inertgas voraus. Nach dem Vorspannen öffnet sich das Flüssigkeitsventil und leitet Produkt über einen Drallkörper an die Flascheninnenwand. Durch die Schnellfüllphase im unkritischen, zylindrischen Teil der Flaschen werden hohe Leistungen erreicht. Im Bereich des engen Flaschenhalses findet zur präzisen Füllhöhenmessung die durch ein Sondensignal eingeleitete langsame Füllphase statt. Ein Sondenimpuls schließt das Flüssigkeitsventil präzise auf Füllhöhenniveau. Vor- und Restentlastung folgen. Die druckgeregelte Entlastung geschieht schaumarm. Der Füllprozess verläuft drehzahlunabhängig. Selbst während des Füllprozesses ist die Füllphasenvorgabe und somit die Füllhöhe für alle Ventile zentral verstellbar.
Durch Modifikationen der Anzahl und Form der Flügel wurde der Drallkörper strömungstechnisch optimiert. Das Ergebnis sind exakte Füllhöhen sowie eine äußerst turbulenzarme Füllung und damit eine besonders geringe Sauerstoffaufnahme im Produkt.
Alle Funktionen einer Füllstelle sind in einer einzigen Baueinheit untergebracht, die über zwei Hutmuttern demontiert bzw. montiert werden kann. Dabei werden sämtliche Medien- und Pneumatikverbindungen automatisch gelöst bzw. wieder hergestellt. Das heißt: Es gibt keine frei verlegten Pneumatikverbindungen, Kabel oder Elektroelemente an der Frontseite des Füllsystems. Die Pilotventile zur Steuerung des Füllprozesses sind in einem komplett abgekapselten Gehäuse, und damit vom Nassbereich getrennt, untergebracht. Die zentrale Steuereinheit ist geschützt durch ein VA-Gehäuse im Zentrum des Füllers positioniert.




