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    Getränkedosen kreativ bedrucken
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    Getränkeindustrie

    Getränkedosen kreativ bedrucken

    Mit seinem umfangreichen Grafik- und Design-Service hilft Ball Getränkeproduzenten, deren visuelle Markenidentität auf Getränkedosen zu übertragen.
    Veröffentlicht
    15. März 2019
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Getränkeindustrie

    Die moderne Getränkedose bietet nahezu unbegrenzte Gestaltungsoptionen. Allerdings ist es nicht einfach, sie zu bedrucken. Mit einem umfangreichen Grafik- und Designservice hilft Ball Getränkeproduzenten, deren visuelle Markenidentität auf Getränkedosen zu übertragen.

    Bei der Gestaltung von Getränkedosen liegt die Herausforderung für Designer darin, dass sie gleichzeitig alle Möglichkeiten und Grenzen der Drucktechnologie berücksichtigen müssen. Neben technologischen Aspekten gilt es vor allem auch rechtliche Vorgaben zu beachten, etwa die Größe und Positionierung von Barcodes, Symbolen oder Nährwertangaben. Es gibt einen ganzen Katalog an Dos and Don´ts, die beim Bedrucken von Getränkedosen beachtet werden müssen.

    Um sicherzustellen, dass die vorhandenen Möglichkeiten vollumfänglich nutzbar werden und jeder Getränkeproduzent die bestmögliche Verpackungslösung findet, bietet Ball Beverage Packaging Europe einen besonderen Inhouse-Service, der alle Stationen des Designprozesses umfasst: Gestaltung, Druckvorstufe und Druck. Angefangen von einem einfachen Logo bis hin zu einem kompletten Marken-Redesign arbeitet das erfahrene Team von Ball gemeinsam mit den Auftraggebern an einem optimalen Ergebnis. Die nachfolgenden drei Projekte geben Einblick in diesen Prozess und zeigen, wie Verpackungsvisionen Wirklichkeit werden.

    Erscheinungsbild vereinheitlicht

    Speziell größere Kunden stehen häufig vor der Aufgabe, ein bestehendes Layout von einer Verpackung auf eine andere zu übertragen. So wie im Fall von Pipi, der nach eigenen Angaben bekanntesten Orangenlimonade der Stadt Split, benannt nach dem rebellischen Mädchen aus Astrid Lindgrens Kinderbuch. Das Unternehmen aus Kroatien wollte sein breites Portfolio, bestehend aus 0,5-l-, 1-l- und 1,5-l-PET-Flaschen sowie einer 250-ml-Glasflasche, auf eine 330-ml-Getränkedose ausweiten. So lieferte der Getränkehersteller den Experten bei Ball Etiketten von PET-Flaschen sowie Sleeves für Glasflaschen als Vorlagen. Die Herausforderung bestand bei diesem Projekt insbesondere darin, das Design der Dose exakt dem Look der bestehenden Produktpalette anzupassen.

    Sobald das Design final abgesegnet war, bereiteten es die Repro-Experten bei Ball mit viel Akribie und dem richtigen Sinn fürs Detail für den Druck vor. Insbesondere geht es in dieser Phase des Prozesses darum, mithilfe sogenannter air gaps zu verhindern, dass benachbarte Druckfarben ineinanderlaufen und sich vermischen. Dabei gilt es immer, innerhalb der drucktechnischen Machbarkeitsgrenzen zu bleiben, um am Ende ein qualitativ einwandfreies Druckergebnis zu erhalten. Im Fall von Pipi lag das Hauptaugenmerk darauf, das Design optimal nachzubilden und dabei das leuchtende Orange der abgebildeten Früchte zu betonen. Bei diesem Projekt ist Ball mit seiner CDI-Drucktechnologie ans Limit gegangen und hat auf sehr deckende Farben gesetzt, um den Plastiklook des Ursprungslabels so gut wie möglich zu imitieren. Unterstützt wurde dieser Effekt mit einem matten Decklack.

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    Aluminiumdosen mit Papierlook

    Craft-Brauer legen großen Wert auf Identität und Charakter. Folglich sollte auch die Verpackung für die neuen ungefilterten Biere der slowenischen Biermarke Laško Union authentisch und handgemacht aussehen. Deshalb kontaktierte das Unternehmen Ball und kam anschließend mit einem Stück bedruckter Papierbanderole vorbei. Die außergewöhnlichen Idee bestand darin, den rauen, handwerklichen Look des Papiers beizubehalten und auf die Dose zu übertragen. Eine große Herausforderung für die Designer, denn natürlich ist es nicht möglich, die Textur einer Papierbanderole auf einer glatten Aluminiumdose wiederzugeben. Aber dieses Projekt hat den Ehrgeiz der Designer geweckt.

    Jeder Designprozess beginnt für Ball damit, zu verstehen, was der Kunde möchte und worauf es ihm wirklich ankommt. Dann beginnt die Umsetzung – beispielsweise können die wichtigsten Elemente des Designs durch kluge Farbkombinationen betont und zum Leben erweckt werden. Dazu gehört auch, RGB-Farben so in CMYK-Farben umzuwandeln, dass selbst komplexe Gestaltungsideen farbtreu auf die Dose kommen. In der Regel präsentiert Ball seinem Kunden mehrere Optionen, aus denen er wählen kann. Für die Dosen von Laško Union empfahl Ball einen matten Überlack sowie extrem deckende Farben, um den gewünschten Craft-Look zu erzielen.

    Zusätzlich äußerte Laško Union einen eher ungewöhnlichen Wunsch: Das Design sollte falsch herum auf die Dose gedruckt werden, um Verbraucher dazu zu bewegen, die Dose zu drehen und das Bier damit leicht zu schütteln. Am Ende erarbeitete Ball mit seinem Kunden ein Layout und eine Farbauswahl, die allen Erwartungen entsprach.

    Schwarz, bunt, kreativ

    Ball bietet seinen 360-Grad-Design-Service allen Unternehmen an: vom kleinen Start-up, das zum ersten Mal in Dosen füllt, bis hin zum Global Player, der Sondereditionsdosen für eine großangelegte Marketingkampagne entwickelt. Viele Anwender nehmen dieses Angebot öfter in Anspruch. So wie die 2011 gegründete britische Craft-Beer-Marke Magic Rock, die den Service bereits 2015 nutzte, als sie von Glasflaschen auf Getränkedosen wechselte. Gut drei Jahre später hat Magic Rock sein Design überarbeitet und dabei erneut eng mit Ball kooperiert.

    Richard Burhouse, der Gründer von Magic Rock, erzählt: „Es gibt heute so viele Biere mit einem fantastischen Design. Deshalb war es für uns an der Zeit, einen etwas gewagteren Look zu kreieren, der noch mehr auffällt. Wir haben uns im vergangenen Jahr zu diesem Schritt entschieden und unser Kreativchef Rich Norgate hat gemeinsam mit Ball alles daran gesetzt, bestmögliche Druckergebnisse zu erzielen.“

    Die neuen Designs sind eine mutige Mischung aus Farben und Formen und lassen die Dosen aussehen wie kleine Kunstwerke. Um solch makellose Ergebnisse zu erzielen, müssen nicht nur Design und Druckvorstufe passen, auch der dritte Schritt ist entscheidend: der Probedruck. Mit dessen Hilfe erhält man die Möglichkeit, die Farben noch einmal zu überprüfen und letzte Änderungen umzusetzen, bevor die finale Produktion der Dosen beginnt.

    www.prozesstechnik-online.de

    Autor: Uwe Schmolling

    Verkaufsleiter Deutschland, Ball Beverage Packaging Europe

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