Die Interpack bringt als weltweit führende Messe für Processing- und Packaging-Lösungen 2026 wieder die internationalen Akteure rund um die Abfüllung und Verpackung von Getränken zusammen. Auch diese Branche ist aktuell getrieben von regulatorischen Vorgaben wie der europäischen Verpackungsverordnung, ambitionierten Nachhaltigkeitszielen der Hersteller sowie einem veränderten Konsumentenverhalten.
Klassische Getränkeverpackungen wie PET- oder Glasflaschen, Aludosen oder Getränkekartons verändern sich: Maximale Materialreduktion, intelligente Barrierefunktion, digitale Prozesskontrolle und verbesserte Recyclingfähigkeit gehören heute zu den Anforderungen an neue Generationen von Getränkeverpackungssystemen.
Ein großes Thema ist die Gewichtsreduktion. Interpack-Aussteller KHS etwa verfolgt einen „Premium-Light-Weight“-Ansatz und zeigt mit Premium Lite eine Flasche für stilles Wasser aus 100 % recyceltem PET mit einem Gewicht von lediglich 6,2 g bei 0,25 l. Die neue Flasche soll minimalen Materialeinsatz mit hochwertiger Ästhetik vereinen und ist speziell auf die Anforderungen moderner Highspeed-Produktionslinien zugeschnitten. Produziert wird das Leichtgewicht auf der weiterentwickelten Streckblasmaschine KHS InnoPET Blomax Serie V, die mit hoher Präzision für die Prozessstabilität bei hohen Stückzahlen sorgt.
Noch einen Schritt weiter in Richtung Produktschutz und Kreislaufwirtschaft geht KHS mit seiner neuen PET-Flasche Supreme. Hier kommt die Plasmax-Technologie des Unternehmens zum Einsatz, mit der eine weniger als 100 Nanometer dünne Siliziumoxid-Beschichtung auf der Innenwand der Flasche aufgebracht wird. Sie wirkt wie Glas, schützt sauerstoffempfindliche Getränke – etwa hochwertigen grünen Tee – vor Oxidation und verlängert die Haltbarkeit um ein Vielfaches. Gleichzeitig bleibt die Flasche vollständig recyclingfähig, da die Glasschicht im Recyclingprozess in der Lauge entfernt wird, ohne das PET zu kontaminieren. Die Kombination aus maximalem Produktschutz, rPET-Kompatibilität und industriellen Produktionsgeschwindigkeiten von bis zu 60 000 Flaschen pro Stunde verdeutlicht dabei, wie stark sich Barrieretechnologien inzwischen in Richtung Kreislaufwirtschaft weiterentwickelt haben.
Leicht recycelbare Etiketten
Parallel zur Materialreduktion gewinnt die Frage der Wiederverwertbarkeit einzelner Komponenten an Bedeutung. CCL Label legt als Aussteller auf der Interpack 2026 den Schwerpunkt auf Innovationen im Bereich der Kreislaufwirtschaft und zeigt, wie Verpackungsdesign Recyclingsysteme aktiv unterstützen kann. Im Bereich der Etiketten- und Sleeve-Technologie setzt das Unternehmen auf recyclingunterstützende Konzepte. Mit EcoFloat wurde beispielsweise eine Shrink-Sleeve-Lösung entwickelt, die auf Polyolefin niedriger Dichte basiert. Im Sink-Float-Verfahren des PET-Recyclings schwimmt das Sleeve-Material auf, während die PET-Flakes absinken. Diese physikalische Trennbarkeit ist entscheidend für hochwertiges Bottle-to-Bottle-Recycling. Neu ist zudem die EcoFloat White-Option für lichtempfindliche Produkte, die den Wechsel von undurchsichtigen HDPE- oder PET-Verpackungen hin zu klaren PET-Flaschen ermöglicht.




