Die Ulmer Gold Ochsen Brauerei hat an einer kombinierten Glas-/PET-Linie die Kontrollsysteme für die abgefüllten Flaschen ausgetauscht. Die Linie verarbeitet elf verschiede Varianten, darunter auch sehr dunkle, schäumende oder trübe Getränke. Die Flaschenkontrolle für Verschluss und Füllhöhe erfolgt nun nicht mehr durch Röntgentechnologie, sondern durch Kameras und Hochfrequenzmesssysteme der Indspect Prüftechnik aus Neuwied.
Die im Jahr 1597 vom Wirt Gabriel Mayer gegründete Brauerei Gold Ochsen befindet sich seit 1897 am heutigen Standort in Ulm. Immer hielt man am Reinheitsgebot fest und verwendet für die Herstellung der 20 verschiedenen Biere ausschließlich Malz und Hopfen aus der Region. Das Wasser kommt aus dem Veitsbrunnen, dem tiefsten Brunnen in Ulm, der direkt auf dem Brauereigelände liegt. 200 Mitarbeiter stellen pro Jahr rund 532 000 hl Getränke her – mit steigender Tendenz Neben eigenen Bieren werden auch Getränke für die Marken Libella, Bluna und Afri Cola abgefüllt.
Auf einer der beiden Abfülllinien befüllt die Brauerei abwechselnd PET-Mehrweg- und Glasgebinde. Dabei ist in der Regel am Montag und Dienstag PET an der Reihe, an den restlichen Tagen wird Glas befüllt, damit die Linie am Montag früh nach der gründlichen Reinigung vor dem Wochenende möglichst ohne jegliche Scherben ist.
Abgefüllt werden Wasser, Bluna-, Bluna-Mix-, Afri-Cola- und Libella-Produkte in 0,5-l- und 1,0-l-PET-Gebinde mit einer Leistung von 21000 Flaschen in der Stunde. Diese werden mit PET-Schraubverschlüssen verdeckelt. Insgesamt neun verschiedene Glasvarianten befüllt das Unternehmen auf der Linie mit einer Leistung von bis zu 38 000 Flaschen pro Stunde. Es handelt sich dabei um braune 0,5-l-Euro- und 0,5-l-NRW-Flaschen mit Kronenkorken, weiße 0,5-l-NRW-Flaschen mit Alu-Schraubverschluss, braune 0,33-l-Longneck-Flaschen mit Ring-Pull- oder Kronenkorken, weiße 0,2-l- und 0,33-l-Afri-Cola-Flaschen mit Kronenkorken sowie grüne 0,2-l- und 0,33-l-Bluna-Flaschen mit Kronenkorken.
Umrüstung in nur einer Woche ohne Umbauen
Bislang setzte das Unternehmen bei der Flaschenkontrolle auf Röntgentechnologie. Damit wurde der korrekte Füllstand der Flaschen überprüft. Doch „davon wollten wir wegen des immensen Aufwands mit Schulungen des Personals schon länger weg“, wie Produktionsleiter Stephan Verdi berichtet. „Also haben wir uns nach einer zuverlässigen anderen Lösung umgesehen und die Systeme von Indspect über Artikel in der Fachpresse und Tipps von Kollegen gefunden“, so Verdi weiter. Margot Finkler, Leiterin der Abfüllung, ergänzt, dass bei Indspect im Gegensatz zu den Mitbewerbern nichts umgebaut und keine Bänder verändert werden mussten. „Wir hatten eine Woche Zeit für die Umrüstung, das haben die prima geschafft, und wir konnten auch unsere bewährten Ausleitsysteme und Pusher behalten. Denn gerade bei 0,5-l PET-Flaschen ist das Ausleiten ohne Umfallen nicht so einfach. Liegende Flaschen verursachen Störungen, auch diese Flaschen von Hand in Kästen zu packen ist aufwendiger als stehende. Daher wollten wir die alten, zuverlässigen Ausleiter gerne behalten. Das war bei Indspect kein Problem“, sagt Finkler.




