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    Hygienegerecht, flexibel und manipulationssicher
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    Getränkeindustrie

    Hygienegerecht, flexibel und manipulationssicher

    Optima Consumer, ein Geschäftsbereich der Optima Packaging Group aus Schwäbisch Hall, hat vor kurzem eine Abfüll- und Verpackungsmaschine für Lebensmittel
    Veröffentlicht
    12. Mai 2015
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Getränkeindustrie

    Bei der Optima MPS handelt es sich um eine hochkomplexe Anlage mit einer Gesamtlänge von rund 50 m, die aufgrund ihres modularen Aufbaus für unterschiedlichste Funktionen des Abfüllens und Verpackens einsetzbar und auch für zukünftige Aufgaben problemlos erweiterbar ist. Damit ist die Anlage optimal auf die verschiedenen Anforderungen der weltweiten Kunden von Optima Consumer ausgerichtet. Dies gilt insbesondere für die global agierenden Nahrungsmittelhersteller, die ihre Produkte in den unterschiedlichsten Klimazonen vermarkten.

    In der individuell angepassten Ausführung, einer Füll- und Verschließmaschine, die Anfang 2015 an einen Hersteller ausgeliefert wurde, können insbesondere pulvrige Lebensmittel wie Suppenkonzentrate äußerst gewichtsgenau dosiert, haltbar gemacht, abgefüllt und verpackt werden. Teil der Maschinen ist ein sehr präzise arbeitender Schneckendosierer, der um eine eichfähige, dynamische Tara-Brutto-Wägetechnik ergänzt wird. Letztere misst exakt die aktuelle Füllmenge, sodass gegebenenfalls auch nachdosiert werden kann.

    Bei einer Leistung von 180 Packungen pro Minute können mit der Füll- und Verschließmaschine Mengen zwischen 400 und 800 g abgefüllt werden. In die Maschine sind fünf Roboter integriert. Sie übernehmen das Handling der verschiedenen Verschlüsse der Verpackungen, also das Verschrauben, Verschweißen oder Montieren, teils auch die Zugabe von Löffeln.

    „Einige Maschinenbereiche sind begehbar, daher war uns der Personenschutz sehr wichtig“, erklärt Andreas Seitz, bei Optima für die Projektierung verantwortlich. „Schmersal konnte uns dafür eine sicherheitstechnische Lösung liefern, bei dem die Sicherheitszuhaltung AZM 300 mit Fluchtentriegelung zum Einsatz kommt.“

    Die Fluchtentriegelung ermöglicht Personen, die beispielsweise bei Reinigungs- oder Wartungsarbeiten versehentlich im Gefahrenbereich einer Maschine oder Anlage eingeschlossen wurden, ein schnelles Verlassen des Bereichs. Bei der Sicherheitszuhaltung AZM 300 ist sie als roter, gut sichtbarer Hebel ausgeführt, der an der Innenseite der Schutztür angebracht ist und bei Gefahr intuitiv, ohne Kenntnis der Funktion, bedient werden kann.

    Beim AZM 300 handelt es sich zudem um ein hygienegerechtes Konzept für Sicherheitszuhaltungen, ein entscheidender Vorteil für den Einsatz dieser Komponenten in Maschinen für die Lebensmittelindustrie.

    „Die AZM 300 verfügt über eine SD-Bus-Anbindung, d. h. Sensoren können in Reihe geschaltet werden und liefern ihre Daten über ein Profinet-Gateway an die Hauptsteuerung. Damit sparen wir eine Menge Kabel ein, reduzieren potenzielle Schmutznester und erhöhen damit die Hygienesicherheit“, sagt Siegfried Moser, Electrical Engineer bei Optima.

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    Die Füll- und Verschließmaschine verfügt über eine Reihe von Schutztüren und Schutzklappen, die eine Verschmutzung verhindern und gleichzeitig Service- und Wartungsarbeiten ermöglichen sollen. Diese können mit der AZM 300 bis Performance Level PL e nach DIN EN ISO 13849-1 abgesichert werden. Da die Schutztüren und -klappen unterschiedlich groß sind, ist die flexibel einstellbare Rastkraft der AZM 300 ein weiterer Vorteil dieses Zuhaltungstyps. Hinzu kommt das neuartige, patentierte Wirkprinzip mit Drehwelle und Malteserkreuz. Damit wird die Schutztür beim Schließen in die Endlage gezogen und nahezu spielfrei zugehalten.

    Immer wieder kommt es in der betrieblichen Praxis zu Manipulationen an Schutzeinrichtungen. Dieser Tatsache trägt die neue, ab Mai 2015 geltende Norm DIN EN ISO 14119 Rechnung. Sie sieht eine Bewertung der Manipula-tionsanreize vor. Ziel ist es, diese Anreize zu erkennen und zu mindern bzw. komplett zu eliminieren.

    Die Sicherheitszuhaltung AZM 300 erfüllt die Anforderungen der DIN EN ISO 14119, denn sie verfügt über einen Manipulationsschutz mit hohen Codierungsstufen, wahlweise mit universeller, mehrfach anlernbarer oder individueller Codierung. Möglich wird dies durch eine sicherheitstechnisch ertüchtigte RFID-Technologie, mit der die Zuhaltung ausgestattet ist. Damit kann der Anwender zwischen drei verschiedenen Codiervarianten auswählen: In der Grundversion akzeptiert der Sensor jedes geeignete Target. Eine zweite Ausführung akzeptiert nur das Target, das beim ersten Einschalten eingelernt wurde. Schließlich ist noch eine dritte Variante lieferbar, bei der sich der Anlernvorgang beliebig oft wiederholen lässt.

    In die Zubringermaschine der Optima MPS wird zur Absicherung von drehbaren Schutztüren die Sicherheitszuhaltung MZM 100, ebenfalls von Schmersal, eingesetzt. Bei dieser wird die Zuhaltekraft nicht durch eine mechanische Verriegelung, sondern über einen Elektromagneten aufgebracht. Das erlaubt im Vergleich zu elektromechanischen Sicherheitszuhaltungen ein hygienegerechteres Design. Zudem ist die Zuhaltung, die in enger Abstimmung mit Anwendern aus der Verpackungsindustrie entstand, unempfindlicher gegenüber einem Schutztürversatz, Vibrationen und prellenden Schutztüren.

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