Bei der Optima MPS handelt es sich um eine hochkomplexe Anlage mit einer Gesamtlänge von rund 50 m, die aufgrund ihres modularen Aufbaus für unterschiedlichste Funktionen des Abfüllens und Verpackens einsetzbar und auch für zukünftige Aufgaben problemlos erweiterbar ist. Damit ist die Anlage optimal auf die verschiedenen Anforderungen der weltweiten Kunden von Optima Consumer ausgerichtet. Dies gilt insbesondere für die global agierenden Nahrungsmittelhersteller, die ihre Produkte in den unterschiedlichsten Klimazonen vermarkten.
In der individuell angepassten Ausführung, einer Füll- und Verschließmaschine, die Anfang 2015 an einen Hersteller ausgeliefert wurde, können insbesondere pulvrige Lebensmittel wie Suppenkonzentrate äußerst gewichtsgenau dosiert, haltbar gemacht, abgefüllt und verpackt werden. Teil der Maschinen ist ein sehr präzise arbeitender Schneckendosierer, der um eine eichfähige, dynamische Tara-Brutto-Wägetechnik ergänzt wird. Letztere misst exakt die aktuelle Füllmenge, sodass gegebenenfalls auch nachdosiert werden kann.
Bei einer Leistung von 180 Packungen pro Minute können mit der Füll- und Verschließmaschine Mengen zwischen 400 und 800 g abgefüllt werden. In die Maschine sind fünf Roboter integriert. Sie übernehmen das Handling der verschiedenen Verschlüsse der Verpackungen, also das Verschrauben, Verschweißen oder Montieren, teils auch die Zugabe von Löffeln.
„Einige Maschinenbereiche sind begehbar, daher war uns der Personenschutz sehr wichtig“, erklärt Andreas Seitz, bei Optima für die Projektierung verantwortlich. „Schmersal konnte uns dafür eine sicherheitstechnische Lösung liefern, bei dem die Sicherheitszuhaltung AZM 300 mit Fluchtentriegelung zum Einsatz kommt.“
Die Fluchtentriegelung ermöglicht Personen, die beispielsweise bei Reinigungs- oder Wartungsarbeiten versehentlich im Gefahrenbereich einer Maschine oder Anlage eingeschlossen wurden, ein schnelles Verlassen des Bereichs. Bei der Sicherheitszuhaltung AZM 300 ist sie als roter, gut sichtbarer Hebel ausgeführt, der an der Innenseite der Schutztür angebracht ist und bei Gefahr intuitiv, ohne Kenntnis der Funktion, bedient werden kann.
Beim AZM 300 handelt es sich zudem um ein hygienegerechtes Konzept für Sicherheitszuhaltungen, ein entscheidender Vorteil für den Einsatz dieser Komponenten in Maschinen für die Lebensmittelindustrie.
„Die AZM 300 verfügt über eine SD-Bus-Anbindung, d. h. Sensoren können in Reihe geschaltet werden und liefern ihre Daten über ein Profinet-Gateway an die Hauptsteuerung. Damit sparen wir eine Menge Kabel ein, reduzieren potenzielle Schmutznester und erhöhen damit die Hygienesicherheit“, sagt Siegfried Moser, Electrical Engineer bei Optima.




