Die rostfreien Hysterese-Verschließköpfe Roba-capping head von Mayr Antriebstechnik erzeugen ein konstantes und stoßfreies Drehmoment. Sie applizieren damit Schraubverschlüsse aus Kunststoff mit einem hohen Maß an Präzision und Wiederholgenauigkeit auf PET-Flaschen.
Ein Mountainbike-Fahrer kämpft sich den Bergpass hinauf. Endlich oben angekommen, freut er sich auf die verdiente Erfrischung und zieht eine mitgebrachte Getränkeflasche aus seinem Rucksack. Doch die PET-Flasche mit dem erhofften Durstlöscher lässt sich nicht öffnen – sie wurde bei der Abfüllung zu fest verschlossen.
Dieses Negativerlebnis fällt in erster Linie auf die Getränkemarke zurück. Daher ist es wichtig, dass die Verschließköpfe in den Abfüllanlagen präzise und mit hoher Wiederholgenauigkeit arbeiten. Mit der Roba-contitorque-Verschließkupplung, die im Roba-capping-head zum Einsatz kommt, hat Mayr Antriebstechnik ein Produkt entwickelt, das speziell auf die Anforderungen in PET-Abfüllanlagen zugeschnitten ist und Schraubverschlüsse aus Kunststoff mit vorgeformtem Gewinde akkurat auf die Plastikflaschen aufbringt – so, dass sie dicht verschlossen, aber später auch wieder einfach zu öffnen sind.
Berührungslose Technologie
Beim Hysterese-Verschließkopf Roba-capping-head wird mit der Roba-contitorque eine
Magnetkupplung verwendet, die nach dem Hysterese-Prinzip arbeitet. Sie überträgt im Normalbetrieb das eingestellte Drehmoment synchron von einem Antriebs- auf ein Abtriebselement. Das Drehmoment entsteht
dabei durch Magnetkräfte, die von Dauermagneten erzeugt werden und die ein Hysteresematerial magnetisieren. Die Drehmomentübertragung erfolgt berührungslos.
Zunächst wird also der Verschluss auf die Mündung der PET-Flasche aufgedreht. Die Magnetkupplung weist dabei einen synchronen Lauf auf, d. h. keinen Schlupf. Erst am Ende des Verschließvorgangs, also wenn der Verschluss bis zur Endlage aufgeschraubt wurde, schlupft die Kupplung exakt bei dem eingestellten Grenzdrehmoment durch. Das bedeutet, Antriebs- und Abtriebsseite drehen sich mit einer Relativdrehzahl, der sogenannten Schlupfdrehzahl, zueinander. Dabei wird das Hysteresematerial ständig ummagnetisiert, die Drehmomentübertragung erfolgt dabei asynchron.
Das Drehmoment der Magnetkupplung bleibt in diesem Fall auf einem konstanten und von der Schlupfdrehzahl unabhängigen Wert erhalten. Nach Abschluss des Verschließvorgangs geht die Relativdrehzahl wieder auf null zurück und das Drehmoment wird synchron zwischen Antriebs- und Abtriebsseite übertragen.
Hohe Wiederholgenauigkeit
Beim Roba-capping-head sorgt die Hysterese-Technologie also für eine berührungslose und damit verschleißfreie Drehmomentübertragung: Es entsteht keine Verschmutzung durch Abrieb – daher ist die Technologie für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie geeignet. Zudem sind die Kupplungen durch eine hohe Drehmoment-Wiederholgenauigkeit von ± 2 % gekennzeichnet.




