Die weltweite Getränkeindustrie und deren Ausrüster haben sich komplexen globalen Herausforderungen zu stellen: Auf der einen Seite führt die wachsende Weltbevölkerung zu signifikant steigenden Absatzzahlen. Auf der anderen Seite ändern sich die Konsumgewohnheiten. Die Ansprüche der Verbraucher an Qualität und Nachhaltigkeit der Produkte und Verpackungen haben zugenommen. Ähnlich verhält es sich mit dem Außer-Haus-Konsum und dem daraus resultierenden Wunsch nach leichten und bequem zu handhabenden Gebinden – beide wachsen.
Veränderte Bevölkerungsstruktur
Leichte und bequem zu handhabende Gebinde wünschen sich auch ältere Verbraucher. Der Anteil der Generation 50+ an den Konsumenten im Bereich Getränke ist mit fast 40 % überdurchschnittlich hoch, wie die „Branchenanalyse Getränkeindustrie“ der Hans-Böckler-Stiftung belegt. In Zukunft wird diese stetig wachsende Zielgruppe für Getränkeanbieter immer wichtiger werden.
Interpack 2020 zeigt Lösungen
Für diese Herausforderungen ist die Getränkeindustrie und die ihr angeschlossene Prozess- und Verpackungsindustrie gut aufgestellt und bietet zahlreiche Innovationen hinsichtlich Maschinenverfügbarkeit, Produktions- und Prozessoptimierung sowie dem Einsatz von digitalen Lösungen und Industrie-4.0-Maßnahmen.
Zu sehen sein werden diese auf der Interpack, die vom 7. bis 13. Mai 2020 in Düsseldorf stattfinden wird. Im Vorfeld der Messe haben insgesamt 1544 Aussteller angegeben, Lösungen für die Getränkeindustrie zu zeigen
Nachhaltige Verpackungslösungen
Globale Getränkemarken wie Coca-Cola oder Pepsi setzen auf die Nutzung nachwachsender Rohstoffe und hundertprozentige Recyclingfähigkeit bei Primär- und Sekundärverpackungen. So möchte Coca-Cola bis 2025 und spätestens ab 2030 weltweit für jede Verpackung, die in den Markt kommt, eine Verpackung in den Recyclingkreislauf zurückführen und alle Flaschen vollständig recyclingfähig machen.
Flasche aus Meeresplastik
Im Jahr 2019 stellte der Getränkegigant die erste Musterflasche vor, die zu 25 % aus Meeresplastik besteht und für die Verwendung von Lebensmitteln geeignet ist. In dem Partnerprojekt zwischen Ioniqa Technologies, Indorama Ventures, Mares Circulares (Circular Seas) und The Coca-Cola Company sind zunächst 300 Flaschen produziert worden, die das Potenzial von verbesserten Recycling-Technologien, sogenanntes „Enhanced Recycling, verdeutlichen sollen.
Laut Konzernangaben sollen diese innovativen Verfahren es zukünftig ermöglichen, gebrauchtes Plastik jeglicher Qualität zurück in hochwertigen Kunststoff zu verwandeln.




