Abb. 1 Kurzzeiterhitzungsanlagen haben sich bei der Pasteurisation von Bier bewährt
Abb. 2 Schematische Darstellung einer Kurzzeiterhitzungsanlage
Abb. 3 Blockschaltbild einer PE-geführten Temperaturregelung
Abb. 4 In die Kurzzeiterhitzungsanlage sind vier Kompaktregler Trovis 6411 integriert
Abb. 5 Der elektrische Meßumformer Typ 994-0050-CE1010 leitet das Signal an die Niveauregelung weiter
Abb. 6 Blockschaltbild einer füllstandsgeführten Durchflußregelung
Abb. 7 Die totraumfreie Ausführung des Regelventils Typ 3347 beugt bakteriellen Ablagerungen vor
Kurzzeiterhitzer haben sich bei der Pasteurisation von Bier bewährt. Um Qualitätseinbußen zu verhindern, muß die thermische Belastung des Bieres möglichst kurz sein. Dennoch müssen alle schädlichen Keime zuverlässig abgetötet werden. Ein Kompromiß zwischen ausreichender Pasteurisation und angemessener Einwirkzeit läßt sich über ein intelligentes Regelungskonzept realisieren: Temperatur und Durchfluß werden kontinuierlich in Abhängigkeit von den Pasteurisationseinheiten geregelt. Letztere sind ein Maß für den Abtötungseffekt.
Anlagen zur Kurzzeiterhitzung befinden sich in der Regel zwischen Drucktank und Abfülleinrichtung. In ihnen finden vier Prozeßschritte statt: Aufwärmen, Erhitzen, Abkühlen und Puffern. Der Aufbau einer solchen Anlage ist in Abbildung 2 dargestellt.
Eine Pumpe fördert das kalte Bier (Kellertemperatur) in einen Wärmeaustauscher, wo es durch das vom Heißhalter abfließende Bier erwärmt wird. In der nachgeschalteten Erhitzersequenz bringt man es auf die endgültige Pasteurisationstemperatur, die in der Heißhaltestrecke konstant gehalten wird. Ihre Länge bestimmt die Dauer der Kurzzeiterhitzung, sie liegt zwischen 30 und 60 Sekunden. An-schließend gelangt das Bier wieder in den Plattenwärmetauscher und gibt dort seine Wärme an das zufließende Bier ab. Auf dem Weg zwischen Kurzzeiterhitzer und Abfüllanlage fließt das auf die Endtemperatur gekühlte Bier durch einen Puffertank mit Niveauregelung. Dieser dient zum Ausgleich von Leistungsschwankungen an der Abfüllmaschine.
Um eine hohe biologische Sicherheit bei der Pasteurisation des Bieres zu gewährleisten, werden an die Temperaturregelung hohe Anforderungen gestellt. Die Regelung des Pasteurisationseinheiten-Wertes (PE-Wert) erfolgt indirekt über die Temperatur. Pasteurisationseinheiten sind ein Maß für die Abtötung der Keime und damit für die biologische Sicherheit des Verfahrens. Die Wirkung von 1 PE bezieht sich auf eine Temperatur von 60 °C und eine Einwirkungszeit von einer Minute. Für eine ausreichende biologische Sicherheit sind mindestens 20 PE notwendig.




