Katrin Goldhahn, Ulrich Sander
In Kärnten, dem südlichsten Bundesland Österreichs, ist sie nicht nur eine feste Größe, sondern auch die Nummer Eins der Branche – die Villacher Brauerei. Sie produziert jährlich 300 000 hl Bier sowie um die 3000 hl alkoholfreie Getränke und tätigt 80 % des Gesamtabsatzes in heimatlichen Gefilden. Ausweitung ja, aber nicht um jeden Preis und ausschließlich im Hochpreissegment, so lautet die Unternehmensphilosophie. Schließlich bieten die Markenbiere hohe Qualität und einen ganz eigenen Biercharakter, der für einheimische Konsumenten Heimat widerspiegelt und für die Besucher Kärntens nach Urlaub schmeckt. Knapp 95 % des Bierausstoßes gehen auf das Konto Villacher Märzen. Diese Biersorte ist als untergäriges, helles Vollbier auf dem österreichischen Markt besonders beliebt. An zweiter Stelle steht mit einem 1,5%igen Anteil das Radler. Weitere Biersorten wie Glocknerpils, Dunkel, Jubiläumsbier, Zwickl, Hausbier, Festbock, Frühlingsbier, Edition oder auch Spezial liegen unter der 1-%-Marke. Derzeit gehen etwa 45 % des Gesamtabsatzes in die Gastronomie und 55 % in den Handel. 95 % des Gesamtausstoßes werden in Mehrweg-, 5 % in Einweggebinde abgefüllt. Dabei kommen zu 45 % das Keg-System und zu 55 % die Glasverpackung zum Einsatz.
„Grund für die Neuinvestition in eine Filteranlage von KHS war neben der Qualität der technischen Lösung das dahinterstehende Gesamtkonzept, das uns der Getränketechnologie-Hersteller präsentierte“, so Manuel Düregger, Braumeister der Villacher Brauerei. „Hier merkt man, dass das Know-how eines Komplettanbieters vorhanden ist.“
Was den Bereich der Filtration angeht, startete KHS bereits im Jahr 1887 mit der Produktion von Anschwemmfiltern, die damals neue Wege der Weinbereitung eröffneten. Seit den 1960er-Jahren lieferte das Unternehmen mehr als 500 Kerzenspaltfilter mit Leistungen von bis zu 1000 hl/h an die Brau- und Getränkebranche. Viele davon befinden sich heute noch in Betrieb. Häufig wurden zu den Filtrationsanlagen ergänzende Lösungen für den Kaltbereich gleich mitgeliefert.
Die jüngste Filtrationslösung, die jede Menge umfassendes Know-how und exakt auf Brauereiwünsche eingehende zusätzliche technische Lösungen im Kaltbereich enthält, entwickelte der Getränketechnologie-Hersteller individuell für die Villacher Brauerei. Neben einer kompletten und vollautomatischen Filtrationsanlage, die aus dem Kerzenspaltfilter Innopro Getra Eco und dem Trapfilter Innopro Corvus besteht, zählen folgende weitere Komponenten zum Lieferumfang: Dosagestationen für Kieselgur, PVPP und Additive, Unfiltratannahme, Puffertank Unfiltrat, Vor- und Nachlauftank, Karbonisierung mit Stammwürze-Feinregulierung sowie ein ganzheitliches CIP-Konzept für den Drucktank- und Flaschenkeller. Dazu kommen weitere, das Konzept ergänzende, technische Neuerungen.




