Die abfüllende Industrie der deutschen Fruchtsaftbranche ist weitgehend mittelständisch geprägt. Auch die in Weyhe bei Bremen ansässige Süßmosterei und Fruchtsaftkelterei Hans Döhle GmbH ist ein Familienbetrieb. Er wurde 1948 vom Großvater des heutigen geschäftsführenden Gesellschafters Joachim Döhle gegründet. Seit Anfang der fünfziger Jahre produziert das Unternehmen Fruchtsäfte insbesondere für den Lebensmittelhandel. Seine Kompetenz in der Fruchtsaftherstellung und -abfüllung bringt das Unternehmen auch in die bundesweite Gesundheitskampagne „5 am Tag“ ein.
Ziel dieser Kampagne ist es, den mangelhaften Obst- und Gemüsekonsum der Bundesbürger zu steigern, um so langfristig Krankheiten vorzubeugen. Der Fruchtsaftspezialist Döhle trägt hierzu mit seinen Obst- und Gemüsesäften in wiederverschließbaren Verpackungen zum Unterwegsverzehr aktiv bei.
Die Entscheidung des Senior-Chefs Hans-Jochen Döhle, die Abfüllung in Einwegglas nicht zu erweitern, sondern die Einweg-Kartonverpackung zu forcieren, war aus heutiger Sicht sicherlich ein Nachweis seines unternehmerischen Weitblicks. Schon im Jahre 1977 wurde mit der ersten Kartonabfüllmaschine eine heute bereits mehr als 25-jährige Partnerschaft zwischen dem Hause Döhle und Tetra Pak begründet.
Als der Fruchtsaftspezialist 1997 den Verschlusstyp ReCap mit der 1,5-Liter-Verpackungsgröße einführte, „kam das Signal aus dem Hause Tetra Pak“, erinnert sich Joachim Döhle. „Wir haben den Mehrwert sofort erkannt, aber der ReCap verschließt nur, wenn die Kartons aufrecht stehen.“ So fiel im Sommer 2002 bei Döhle der Blick auf Schraubverschlüsse. „Wir haben diese allgemeine Marktentwicklung gesehen und von unserem Partner Tetra Pak eine entsprechende Lösung gefordert.“ Im Herbst 2002 besuchte man eine Tetra Pak-Testanlage für Schraubverschlüsse in Norditalien und die Entscheidung war schnell gefallen. Bis Anfang 2003 wollte das Traditionsunternehmen sämtliche 1,0-Liter-Slim-Kartons mit Schraubverschluss anbieten. Bereits zum Jahreswechsel 2002/2003 wurde der Tetra Cap Applicator 47 bei Döhle installiert.
Bevor der SlimCap auf die gefüllte Packung aufgebracht werden kann, muss die eigentliche Öffnung erst noch hergestellt werden. Dies geschieht mit einer speziellen Stanz- und Siegeleinrichtung, dem PT8, noch vor der Produktabfüllung. Zunächst wird in einem mehrstufigen Prozess der Endlos-Karton von der Rolle an die richtige Position an der Stanze geführt. Nach der Stanzung erfolgt die Innenversiegelung (lnnerpatch) mit einem Polyethylen-Streifen. In der nächsten Station wird das gestanzte Ausgussloch auf der Außenseite mit der Zuglasche, dem Tab-Streifen aus polyethylenbeschichtetem Aluminium, sicher versiegelt. Die Siegelung des Aluminiumstreifens erfolgt nur zu etwa zwei Drittel, da der Rest als Lasche umgelegt und hier später der Ziehring des SlimCaps aufgeklebt wird.




