Ob Aromen dosiert oder Filtrationshilfsmittel zugegeben werden sollen – speziell für anspruchsvolle Dosierverfahren in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie hat Lewa die Ecodos-Membrandosierpumpe entwickelt. In der Hygienic-Ausführung ist sie für den Niedrigdruckbereich 20 bar einsetzbar. Dank ihrer hohen Zuverlässigkeit und ihrer Dosiergenauigkeit von ±1 % erfüllt sie alle Anforderungen für diesen hygienischen Prozess.
Der Einsatz qualitativ hochwertiger Einzelkomponenten sichert eine zuverlässige Arbeitsweise der Niederdruck-Membran-dosierpumpe, sie ist zudem wartungsarm und verursacht im Vergleich zu anderen Lösungen deutlich niedrigere Lebenszykluskosten. Die reguläre Standzeit der Membran beträgt etwa 16 000 Betriebsstunden, was einem Dauerbetrieb von zwei Jahren entspricht. Die 4-lagige Membrankonstruktion macht es möglich: zwei Arbeitsmembranen, eine Überwachungsmembran und eine druckfeste Sicherheitsmembran sowie ein integrierter Überwachungsmechanismus der selbigen. Dadurch ist das System langlebig, hermetisch dicht und leckagefrei. Selbst im Fall einer Beschädigung der produktberührten Membran kann eine Batch-Produktion auf diese Weise gefahrlos beendet werden.
Totraumoptimierung
Durch die besondere geometrische Ausführung des Pumpenkopfes ist eine einfache Wartung und Reinigbarkeit gegeben. In der Hygienic-Variante wird der Pumpenkopf aus Polypropylen (PP) oder elektropoliertem Edelstahl mit einer Oberflächenrauigkeit 0,5 µm gefertigt, was eine erhöhte Reinigbarkeit der produktberührten Oberflächen gewährleistet. Für die Ventilsitze der Edelstahlpumpenköpfe stehen Einsatzringe aus verschiedenen Materialien zur Verfügung. Auch die Ventile selbst werden passend zum Fluid ausgewählt. Sämtliche druckbeaufschlagten, fluidberührten Werkstoffe sind FDA- sowie USP-Klasse-VI-konform und gemäß den EHEDG-Designrichtlinien ausgeführt.
1.4435-Edelstahl ist für die meisten EHEDG-spezifizierten Anforderungen die optimale Wahl. Die Pumpenköpfe aus diesem Material sind für Drücke bis 20 bar und Medientemperaturen von 80 °C sehr gut geeignet. PP gilt jedoch als kostengünstigere Alternative und bietet sich vor allem dann an, wenn Temperatur und Druckanforderungen nicht allzu hoch sind. Die Geometrie des Pumpenkopfes ist so gestaltet, dass Rückstände von Prozessmedien möglichst vermieden werden. Somit ist auch die einfache Reinigung (CIP) bzw. eine Sterilisation (SIP) vor Ort möglich. Durch die totraumoptimierte Konstruktion des Pumpenkopfes kann die Prozessfluidmenge im Arbeitsraum gering gehalten werden und Spül-, Entleer- oder Trocknungsvorgänge lassen sich problemlos durchführen.
Modularer Aufbau
Als Antriebe werden ausschließlich IEC-Motoren namhafter Hersteller verwendet, die platzsparend vertikal angebaut sind: Bei den kleineren Modellen kommen Feder-Nocken-Triebwerke zum Einsatz, bei höheren Leistungen Stellexzenter-Triebwerke. Es ist möglich, dass über ein Einfachtriebwerk – je nach Baugröße – pro Pumpenkopf 0,4 bis 1500 l/h gefördert werden. Das Antriebsgehäuse ist dabei gegenüber dem Triebwerk abgedichtet, sodass bei einem Pumpenkopfwechsel kein Triebwerksöl auslaufen kann. Kombiniert man mehrere Pumpenköpfe mit einem Antriebsstrang, eröffnen sich weitere Einsatzmöglichkeiten. Insbesondere zur Rezepturdosierung und für Mischaufgaben eignen sich sogenannte Multiplexpumpen. Bei diesen können die jeweiligen Pumpenköpfe präzise an die rezepturspezifischen Mengen angepasst werden.




