Die Brauerei Gebr. Maisel, eine traditionsreiche Familienbrauerei bekannt für ihre Weizenspezialitäten wie „Maisel’s Weisse“, wird heute von Jeff Maisel in vierter Generation geführt. Um die Chlordioxidmessung in der Flaschenreinigung zu verbessern, hat die Brauerei in Zusammenarbeit mit dem Messtechnikspezialisten Endress+Hauser eine Lösung entwickelt.
Pfandbon in der Hand und dann? Die hygienische Aufbereitung von Pfandflaschen ist technisch anspruchsvoll – besonders, wenn sich die Prozessbedingungen während der Desinfektion laufend verändern. Bis zu 50 Mal durchlaufen Flaschen den Mehrwegkreislauf, werden gereinigt, desinfiziert und neu befüllt. Damit dieser Ablauf zuverlässig und effizient funktioniert, ist eine exakt gesteuerte Chlordioxiddosierung unerlässlich: Nur bei der richtigen Konzentration werden Keime sicher entfernt, ohne Material zu schädigen oder Chemikalien zu verschwenden. In der Praxis erweist sich dieser Schritt jedoch als besonders störanfällig – schwankende Temperaturen, unterschiedlich starke Verschmutzungen, unregelmäßige Durchflüsse und zeitweilige Stillstände erschweren eine stabile Messung. Aus Mangel an Verlässlichkeit wird häufig überdosiert – eine Strategie, die zwar Sicherheit verspricht, aber Ressourcen belastet.
Die Brauerei Maisel in Bayreuth begegnet diesem Problem mit einem durchdachten Mess- und Steuerungskonzept von Endress+Hauser: Es sorgt für stabile Chlordioxidwerte, reduziert den Chemikalienverbrauch und erleichtert die Prozesskontrolle.
Komplettlösung für die Desinfektion
Im Zentrum steht ein kompaktes, vormontiertes Messpanel zur Bypass-Messung, das alle zentralen Funktionen – von der Messung über die Steuerung bis zur Reinigung – in einem einzigen System vereint. Herzstück ist ein amperometrischer Sensor, der den Chlordioxidgehalt im Wasser zuverlässig und präzise erfasst. Damit die Messung auch unter realen, oft rauen Bedingungen zuverlässig funktioniert, sind mehrere Komponenten aufeinander abgestimmt: Ein vorgeschalteter Filter hält Partikel wie Etikettenreste zurück und wird regelmäßig zurückgespült, um Verstopfungen zu vermeiden. Ein integrierter Druckregler schützt den Sensor vor Schwankungen im Anlagendruck. Die Messeinheit – bestehend aus der CYA27-Armatur und dem CCS50E-Sensor – wird durch automatische Spülvorgänge regelmäßig gereinigt. Ein zusätzlicher Durchflusssensor sorgt dafür, dass die Strömung stabil bleibt – eine wichtige Voraussetzung für gleichbleibend genaue Messwerte.
Gesteuert wird das gesamte System über den Liquiline-CM44-Messumformer. Dieser wertet die Sensordaten aus, startet bei Bedarf selbstständig Reinigungszyklen und passt die Chemikaliendosierung an den aktuellen Bedarf an – auch bei wechselnden Betriebsbedingungen. Wird die Flaschenwaschanlage etwa vorübergehend gestoppt, reduziert das System die Zufuhr von Chlordioxid automatisch auf ein Minimum. Das schont die Maschinenteile der Anlage, spart Chemikalien und erhält dennoch die Desinfektionswirkung.




