Noch in diesem Jahr nimmt die Vorarlberger Brauerei Frastanz ihre automatische Wasseraufbereitungsanlage in Betrieb. Das System, das auf Basis der Umkehrosmose arbeitet, verwandelt hartes Brunnenwasser in perfektes, weiches Brauwasser.
Im Jahr 1902 als Genossenschaft von 35 Wirten gegründet, verbindet die österreichische Brauerei Frastanz Brautradition mit modernster Technik, und sie setzt auf Qualität, Nachhaltigkeit sowie fortschrittliche Wege zur Kundenbindung. Das schlägt sich in der Beliebtheit der Biere nieder. Gerade erst konnte die Brauerei ihren bereits zahlreichen Auszeichnungen eine weitere hinzufügen: In einer jährlich stattfindenden Umfrage wurde Frastanz zur besten Marke Vorarlbergs gekürt.
Ausgelastete Kapazitäten
Trotz Corona- und Energiekrise sowie Lieferengpässen steigerte Frastanz den Bierabsatz von 2020 bis 2022 mengenmäßig um 12,7 %. Zuletzt waren die Kapazitäten mit einer Produktion von 50 000 hl Bier und 12 000 hl Limonaden voll ausgelastet. Für die Brauerei, die sich mit ihren Frastanzer Bieren als Premiummarke im hochpreisigen Segment bewegt, geht es dabei natürlich zum einen um konstant hohe Qualität. Doch auch Effizienzsteigerung durch Automatisierung sowie Energie- und Wassereinsparung sind wichtige Ziele.
Daher begann die Brauerei 2021 eine grundlegende Modernisierung, die auf der Technikseite fast einem Neubau gleichkommt. Sie wird in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 abgeschlossen sein und die Kapazität auf 80 000 hl steigern.
Qualität des Brauwassers
„Für die Qualität unserer Biere hat die Qualität des Brauwassers eine enorme Bedeutung, schließlich besteht Bier zu 94 % aus Wasser“, betont Anton Schels, technischer Leiter und erster Braumeister.
Frastanz bezieht aus eigenen Brunnen Wasser mit einer Härte von 16 bis 17 °dH. Für den Brauprozess wird allerdings eine konstante Härte von 3,5 bis 3,7 °dH benötigt. Um diese Anforderung zu erfüllen, musste die Brauerei früher einen hohen Aufwand betreiben. Lange setzte sie zur Enthärtung einen Kationenaustauscher ein. Diese Anlage mit einem Rieselentgaser benötigte viel Platz und war nicht automatisiert. Zudem verwendete sie zur Regenerierung viel Salzsäure – die beschafft, gelagert und gehandhabt werden musste.
Wasseraufbereitung ohne Chemikalien
„Daher war die Umkehrosmose als physikalisches und gut zu automatisierendes Enthärtungsverfahren prädestiniert, um die alten Ionenaustauscher zu ersetzen“, erläutert Dominik Wiedenbauer, Branchenleiter für Getränke und Lebensmittel bei der Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH.
Vor diesem Hintergrund entschieden sich die Verantwortlichen bei Frastanz 2019 für ein Wasseraufbereitungssystem von Grünbeck, dessen Herzstück eine Umkehrosmoseanlage der Baureihe Geno-Osmo-RKF 12.500 ist.




