Die Entscheidung für Brewmaxx von Proleit hatte gute Gründe: Zum einen hat Proleit bereits zahlreiche Carlsberg-Braustätten weltweit in Betrieb gesetzt und verfügt mit über 27 Jahren Erfahrung über eine hervorragende Projektkompetenz. Zum anderen implementiert Proleit mit Brewmaxx eines der meist eingesetzten Prozessleitsysteme in der Brauindustrie, mit brauereispezifischen Standardfunktionen und Modulen sowie einer intuitiv gestalteten Benutzeroberfläche. Das Projekt umfasste die Neuautomatisierung der kompletten Bierproduktion von der Malzannahme bis zur Abgabe an die Abfüllerei.
Die Carlsberg-Brauerei in Fredericia gehört mit einer Jahreskapazität von etwa 4,3 Mio. hl zu den größten Brauereien Europas. Mit mehr als 40 Biersorten und über 20 Mischprodukten ist Fredericia die wichtigste Braustätte für Carlsberg in Dänemark. Entsprechend groß war das Interesse, die Umstellung auf ein neues Leitsystem möglichst ohne Produktionsstopps zu realisieren. Dafür war eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen den Technologen von Carlsberg und Proleit notwendig. Die daraus entstandenen Verfahrensbeschreibungen und Pflichtenhefte führten schließlich dazu, dass die Umstellung und Inbetriebnahme von Brewmaxx völlig reibungslos erfolgte. Die einzelnen Prozessbereiche wurden nacheinander in Rekordzeit implementiert und gingen mit sehr kurzen Unterbrechungen wie geplant in Betrieb.
Die erste Projektphase umfasste die Umstellung des kompletten Kellers, der aus vier Gärkellern mit 54 Gärtanks und zwei Filterlinien mit nachfolgend 40 Drucktanks mit mehreren Tankwagenstationen besteht. Dabei wurde dieser gesamte Kaltblock in einem großen Schritt auf Brewmaxx umgestellt. Es dauerte insgesamt nur neun Tage ab dem Wiederanfahren der Automatikprogramme bis alle Bereiche des Gärkellers wieder in Betrieb waren. Insgesamt wurden über 300 verschiedene Programme gemeinsam mit den Carlsberg-Technologen in einem sehr engen Zeitraster wieder angefahren. Bereits nach einem Tag waren die Tankkühlungen wieder aktiv. Es folgten einige Tage elektrische und mechanische Umbauten an der Anlage, bis schließlich im Zwei-Tage-Rhythmus die sechs Abfülllinien wieder mit Bier beschickt werden konnten. Nach fünf Tagen ging der erste Filter in Produktion, sechs Tage später folgte der zweite Filter. Mit der ersten Würzeannahme waren alle Bereiche des Kellers vollautomatisch mit Brewmaxx in Betrieb.
In der zweiten Umstellungsphase wurde die Würzebereitung auf Brewmaxx umgestellt. Das Sudhaus ging nach sechs Tagen Unterbrechung wieder in Produktion. Um seinem Bedienpersonal ausreichend Zeit für das Kennenlernen von Brewmaxx zu geben, plante Carlsberg für die erste Woche nach der Umstellung 20 Sude ein. Tatsächlich konnten aber 46 Sude gefahren werden. Aufgrund der hohen Benutzerfreundlichkeit hatte somit das Bedienpersonal das neue Automatisierungssystem Brewmaxx innerhalb kürzester Einarbeitungszeit sicher im Griff.




