Das Schweizer Unternehmen Haco stellt Convenience-Produkte wie Suppen, Fertiggerichte und Instantkaffee her. Kürzlich integrierte der Lebensmittelproduzent einen neuen Beschriftungslaser in seine Abfülllinie für Kaffeebehälter aus Glas. Dabei wurde das bisher verwendete, nicht erweiterungsfähige Sicherheitsschaltgerät gegen das modulare System myPNOZ ausgetauscht. Nach einer kurze Umbauphase steht die Abfüllanlage wieder sicher und in vollem Umfang zur Verfügung.
Kaffeeduft liegt in der Luft: Mit hoher Geschwindigkeit durchlaufen bei Haco aneinander gereihte Glasbehälter die automatisierte Abfüllanlage. Auf die Befüllung mit Instantpulver folgt eine schützende Folienversiegelung, das Verschrauben mit Deckeln und das Labeln der Gläser. Am Ende des mehrstufigen Abfüllprozesses brennt ein Beschriftungslaser der Klasse 4 Chargennummer, Abfüll- und Mindesthaltbarkeitsdatum auf die vorgesehene Position des Etiketts. Schließlich werden die Kaffeebehälter in Kartons verpackt und versandfertig palettiert.
Es war absehbar, dass die geplante Integration eines neuen Lasers beim End-of-line-Packaging der Glaskaffeebehälter Risiken mit sich bringen würde: Denn der Beschriftungslaser kommt an einem Rundtisch zum Einsatz, an dem die Gläser reihum im Takt beklebt, beschriftet und geprüft werden. An den Schutztüren rund um die Laserbeschriftungsmaschine ist das Schutztürsystem PSENmlock von Pilz für eine sichere Verriegelung bis Performance-Level (PL) e zuständig. Um das Bedien- und Servicepersonal durch die Integration des neuen Etikettierlasers nicht zu gefährden, sind zwei Schutztüren sicher zu überwachen. Die Anforderungen hierbei: Erstens muss der Laser unverzüglich abgeschaltet werden, wenn ein Mitarbeiter die Schutztür während der Betriebsphase öffnet. Zweitens muss die Sicherheitslösung auch die Antriebe und die Not-Halt-Taster im Blick haben. Und drittens muss das Sicherheitsschaltgerät so flexibel sein, dass auch zusätzliche Anforderungen erfüllt werden können.
Diese erhöhten Anforderungen brachte das vom Anlagenhersteller bis dato eingesetzte PNOZ X von Pilz an seine Grenzen: Das Sicherheitsschaltgerät überwacht pro Relais genau einen Sicherheitskreis bzw. eine Sicherheitsfunktion. Wer mehr Funktionen will, muss weitere Sicherheitsschaltgeräte hinzufügen. Daher sollte eine ausbaufähige, modulare Alternativlösung zum Einsatz kommen. Zusätzliche Anforderung: Da die Anlage fast rund um die Uhr in Betrieb ist, sollte die Ausfallzeit möglichst gering sein.
Modulare Sicherheitslösung
Mit einem qualifizierten Mitarbeiterteam leistet die Haco Holding AG mit Stammsitz im schweizerischen Gümligen einen Großteil der Anlagenwartung, Anpassungen und Optimierungen in Eigenregie. In Sachen Sicherheit arbeitet der Lebensmittelhersteller seit langem eng mit dem Automatisierungsunternehmen Pilz zusammen. „Wir haben Pilz in den vergangenen Jahren als kompetenten und innovativen Partner kennengelernt, der uns in sämtlichen Fragen rund um Safety und Security zur Verfügung steht“, betont Piotr Grzelinski, Elektrokonstrukteur bei Haco. „Da in der Anlage bereits Sicherheitsschaltgeräte von Pilz verbaut waren, lag es nahe, die Kollegen der Niederlassung in Mägenwil um Rat zu fragen.“




