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    Per Mausklick zum Flaschenetikett
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    Getränkeindustrie

    Per Mausklick zum Flaschenetikett

    Wenn es um automatisches Etikettieren im Produktionsprozess der Getränkeindustrie geht, gilt die nassetikettierte Produktkennzeichnung nach wie vor als
    Veröffentlicht
    06. Dezember 2004
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Getränkeindustrie

    Rainer Barck

    „Die Nachfrage aus diesem Anwenderkreis ist enorm“, weiß Raymond Vogt, geschäftsführender Gesellschafter von Stielow Label & Logistik mit Sitz in Norderstedt bei Hamburg. Vor gut zwei Jahren hat das Unternehmen ein Komplettpaket für die flexible Gestaltung und den Druck von Selbstklebeetiketten eingeführt. „Diese Kombination erfährt großen Zuspruch, insbesondere von Winzern, Sektkellereien und Mostereien“, erklärt Vogt. „Industriellen Anwendern steht eine Vielzahl großer, leistungsstarker Plug-and-Play-Systeme für individuelle Etikettenerstellung und automatisiertes Etikettieren zur Verfügung. Mittelständische Unternehmen konnten die entsprechenden Vorteile bislang nicht nutzen. Daher haben wir mit verfügbaren Komponenten die Komplettlösung speziell für diese Zielgruppe entwickelt.“

    Mit einer einfach bedienbaren Software zur individuellen Etikettengestaltung, einem leistungsfähigen Thermotransferdrucker sowie speziellen Aufspulern für unterschiedlich große Etikettenrollen umfasst das System alle Komponenten für die wirtschaftliche Gestaltung attraktiver, selbstklebender Flaschenetiketten.

    Mit der Stielow-Kombination werden Blanko- oder vorgefertigte Schmucketiketten vom Anwender um wechselnde, individuelle Daten ergänzt. Vorteil: In jeder gewünschten Auflage sind die Informationsträger ohne langwierige Abstimmungen oder hohe Druckkosten schnell und kostengünstig erstellt. Für die Bevorratung ist nur noch ein Basisetikett notwendig.

    Grundlage bildet eine Easy-Version des Etikettendrucksystems 2600. Das bedienerfreundliche Programm umfasst alle notwendigen Tools, um Flaschenetiketten komfortabel am eigenen PC zu gestalten. Verschiedene Schriften, Grafiken, Rahmen und Linien sind ebenso verfügbar, wie eine automatische Berechnung wahlfreier Barcodes. Damit sind den individuellen Gestaltungsmöglichkeiten mit Bildern, Texten im Halbkreis, ansprechenden Schriften und automatischer Barcode-Berechnung keine Grenzen mehr gesetzt. Gleiches gilt für die Produktion von kleinen Auflagen exklusiver Flaschenetiketten wie etwa kundenorientierter Sonderdrucke. Mit wenigen Modifizierungen ist das System exakt auf die Anforderungen des Anwenders zugeschnitten. Das jeweilige Etikett ist in einer Datei als einfaches Layout-Muster im System hinterlegt.

    Den Etikettendruck übernimmt ein Thermotransferdrucker der Reihe 355.4 in allen gewünschten Farben. Selbst exklusive Gold- und Silbertöne für eine anspruchsvolle Optik sind möglich. Der robuste Industrie-Printer ist für den Einsatz in jedem beliebigen Umfeld geeignet. 16 MB RAM lassen dabei viel Platz, um auch bei Einsätzen ohne direkten PC-Anschluss beispielsweise Grafiken zu hinterlegen. Die Grafiken kommen dabei – importiert etwa über die 2 MB Flash ROM – als übliche bmp-, tiff- oder gif-Formate auf die Speicherkarte. Eine Umrechnung ins Druckerformat übernimmt der Printer selbsttätig. Für den Datentransfer stehen mehrere Schnittstellen (parallel, seriell, Ethernet, USB) zur Verfügung. Der 355.4 ist wahlweise mit einer Auflösung von 200 oder 300 dpi erhältlich und einer Druckgeschwindigkeit bis zu 200 mm/s. Die Ausstattung mit Real-Time-Clock ermöglicht es darüber hinaus, Datums- und Zeitangaben abzufragen, sie mit den Etikettdaten zu verknüpfen und auf Wunsch aufzudrucken. Zwei unterschiedlich große Aufspuler in normaler (UR 400) oder besonders robuster (UR 800) Industrieausführung runden das Komplettpaket für die effiziente Flaschenetikettierung ab. Mit regulierbarer Geschwindigkeit und Außen- oder Innenwicklung spulen sie die bedruckten Etiketten zur weiteren Verarbeitung als Rollen auf.

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    Vorteile, die auch das Weingut Schloss Vollrads in Oestrich-Winkel bei Rüdesheim am Rhein überzeugten. „Wir nutzen das System seit gut einem Jahr zur Herstellung von rund 30 000 Flaschen- und Kartonetiketten pro Jahr“, erläutert Mathias Ganswohl, Verkaufsleiter von Schloss Vollrads. Mehr als 50 verschiedene Weinsorten hat das Weingut vorrätig. Für jeden der edlen Tropfen wurden früher Etiketten zur Nassleimetikettierung in einer Druckerei hergestellt – langfristig im Voraus bestellt, mit mindestens fünf Tagen Wartezeit, Mindestabnahme 1000 Etiketten. „Wir mussten für jede Weinsorte erhebliche Etikettenvorräte lagern und oft ist der Bedarf dann wesentlich geringer gewesen“, erklärt Ganswohl. „Da landete eine Menge Papier im Recycling.“

    Ein unnötiger Kostenfaktor. Nach einem Anbietervergleich entschied sich das Weingut zum Umstieg auf Selbstklebeetiketten – und die Investition in das Stielow-System. Nicht allein die gegenüber der Nassetikettierung deutlichen Produktionsvorteile, unter anderem durch minimale Umrüstzeiten, geringen Wartungsaufwand der Systeme und der besonders sauberen Verarbeitung, überzeugten das Unternehmen. Vor allem auch die höhere Flexibilität und die Kostensenkungen waren für den Weingutbetrieb wichtige Entscheidungskriterien: „Wir drucken die Etiketten jetzt exakt nach Bedarf“, so Ganswohl. „Schneller und günstiger als jede Druckerei, in einer optisch ansprechenden Gestaltung und Qualität und ohne umfangreiche Lagerhaltung für eine Vielzahl verschiedener Etiketten.“

    Über unterschiedliche Produkte und viele Jahre hinweg kann in Schloss Vollrads eine einzige Serie immer gleicher Basisetiketten verwendet werden. Rebsorte, Jahrgang, sonstige Bezeichnungen, Prüf- und Kennziffern werden on-demand individuell in die Etiketten eingedruckt. „Das sind Vorteile nicht nur bei kleinen und kleinsten Auflagen“, so Ganswohl. „Oft ändern sich kurzfristig auch Kundenvorgaben bezüglich der EAN-Codes oder gesetzliche Vorgaben für Sonder- und Inhaltstexte. Da sind wir jetzt sehr flexibel und können schnell auf die aktuellen Anforderungen reagieren.“

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