Der gesamte Brauprozess eines Bieres hängt von der Druckluft ab: Von der Nutzung als Fördermedium über die Belüftung der Würze am Beginn der Gärung bis hin zur Abfüllung in Flaschen und Fässern. Zudem werden für die vielen Ventile und Stellvorrichtungen große Mengen Steuerluft benötigt. Für all diese Anwendungen muss die Druckluft lebensmittelgerecht sein, was im Fall von König Pilsener mit trocken verdichtenden Kompressoren im Verbund mit Sterilfiltration gewährleistet wird. Die Erzeugung von Druckluft mit Trockenläufern hat zunächst nichts mit trockener Druckluft zu tun hat. Die Bezeichnung „trockenverdichtend“ bezieht sich lediglich auf den Verdichtungsprozess, der im Inneren des Kompressorblocks ohne Kühlmedium stattfindet. Wer Trockenläufer einsetzt, kommt nicht um eine eventuell erforderliche, nachfolgende Aufbereitung der Druckluft herum.
Bei der König Brauerei kommt derzeit ein frequenzgeregelter Trockenläufer zum Einsatz, der im Verbund mit drei weiteren Trockenläufern die führende Rolle spielt. Damit hat die Brauerei in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. Der Bierhersteller konnte den Leerlaufanteil der vorhandenen Anlage von 25 auf 2 % senken und durch die Nutzung moderner Kompressorentechnik den Energieverbrauch im Vergleich zu davor installierten Lösungen deutlich senken. Mit den jetzt von Kaeser in Hannover vorgestellten Lösungen könnte sich die Energieersparnis erneut erhöhen, denn besonders im Bereich der integrierten Drucklufttrockung wurden große Fortschritte gemacht.
Bei trockenlaufenden Kompressoren wurden schon in der Vergangenheit sogenannte HOC-Trockner bereitgestellt (HOC= Heat of compression = ein Trockner, der die Verdichterwärme zur Regeneration den Trocknungsmittels verwendet). Diese benötigten jedoch meist eine große Aufstellfläche oder erzeugten – wenn sie in das Kompressorengehäuse integriert waren – bei höheren Umgebungstemperaturen oder im Teillastbetrieb nicht immer zuverlässig die erforderlichen Taupunkte. Jetzt kommt ein Trockenläufer mit einem integrierten Rotationstrockner auf den Markt, der dieses Problem beseitigt. Der in die trockenlaufende Schraubenkompressoranlage integrierte Rotationstrockner ermöglicht den zuverlässigen Betrieb bei Drucktaupunkten bis -20 °C. Darüber hinaus weist der Trockner praktisch keinen Druckverlust auf und erbringt die geforderten Drucktaupunkte auch im Teillastbereich zuverlässig. Und der Trockenläufer mit dem integrierten Rotationstrockner bietet noch ein weiteres Plus: Mit ihm kann Wärmerückgewinnung ähnlich wie bei Standardanlagen erfolgen. Dies war in der Vergangenheit bei herkömmlichen HOC-Trocknern nur eingeschränkt möglich, da ein Teil der Wärme zur Regeneration des Trocknungsmittels benutzt werden musste. Durch ein spezielles Verschaltungsprinzip der Anlage ist dies bei den Trockenläufern mit Rotationstrockner weitestgehend nicht mehr der Fall.




