Maschinen und Anlagen für die Lebensmittel- und Verpackungsbranche unterliegen strengen nationalen und internationalen Qualitäts- und Hygienestandards. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen an die Maschinenkonstrukteure, wenn es gilt, Pneumatikkomponenten mit herausragender Druckluftqualität und hygienischem Design zu konzipieren. Der folgende Beitrag gibt Ihnen Hilfestellung bei der Suche nach der richtigen Pneumatiklösung für Lebensmittel- und Getränkeanwendungen.
Tipp 1: Hygienischem Design Priorität einräumen
Maschinen, die für Lebensmittelanwendungen vorgesehen sind, müssen im Einklang mit einer ganzen Reihe von Normen und Richtlinien so konzipiert und konstruiert sein, dass jegliche Risiken der Verunreinigung vermieden werden.
Die Anforderungen der Lebensmittel- und Getränkeanwendungen machen es unabdingbar, dass insbesondere Pneumatikkomponenten aus korrosionsbeständigen, ungiftigen und nicht absorbierenden Materialien hergestellt sind. Die Lieferanten von Maschinen zur Lebensmittelverarbeitung und -verpackung setzen bei ihren Produkten vorrangig auf Materialien wie Metalle (hauptsächlich Edelstahl), Kunststoffe, Glas oder Keramik. Wenn diese Materialien bei der Konstruktion einer Maschine eingesetzt und außerdem Hygieneaspekte berücksichtigt werden, sind die Maschine und ihre Komponenten bediener- und reparaturfreundlich und lassen sich leicht reinigen.
Darüber hinaus dürfen die für die Pneumatikkomponenten eingesetzten Materialien nicht auf Reinigungs- oder Desinfektionsmittel reagieren. Sie sollten so beschaffen sein, dass Lebensmittelrückstände und Mikroorganismen nicht haften bleiben und keine Verunreinigung des Endprodukts oder dessen Verpackung verursachen. Wählen Sie Komponenten, die resistent gegen die Ansammlung von Verunreinigungen sind, und vermeiden Sie Konstruktionen mit Bereichen, die sich nicht ordnungsgemäß reinigen lassen.
Tipp 2: Die verschiedenen Produktionsbereiche kennen
In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie wird zwischen drei Verarbeitungsbereichen unterschieden, wobei für jeden eigene Standards gelten:
- Lebensmittelbereich: Hier tritt das Produkt in direkten Kontakt mit der Oberfläche einer Maschine. In diesem Bereich erfolgt die Verarbeitung und Primärverpackung der Lebensmittel.
- Spritzbereich: Hier kann das Produkt mit Maschinenteilen in Kontakt treten, gelangt aber nicht wieder in den Verarbeitungsprozess. In diesem Bereich erfolgt die Sekundärverpackung der Lebensmittel.
- Nicht-Lebensmittelbereich: Hier kommt das Produkt nicht mit der Maschine oder einzelnen Komponenten in Berührung. In diesem Bereich findet die Endverpackung statt.




