Naturprodukte und Roboter – ein Widerspruch in sich? Keinesfalls wie das Beispiel einer robotergestützten Abfüllanlage für flüssige Moor- und Kräuterauszüge beim österreichischen Familienunternehmen Sonnenmoor zeigt. Die Vollautomatisierung garantiert Prozesssicherheit und schützt die Nahrungsergänzungsmittel vor Verunreinigungen – und das bei einem Output von bis zu 3000 Fläschchen stündlich.
Seit 50 Jahren setzt das österreichische Familienunternehmen Sonnenmoor auf die positive Wirkung von Moor- und Kräuterprodukten auf die menschliche Gesundheit. Firmengründer Frank Fink wusste um die Geheimnisse der Natur und entwickelte die bis heute unveränderten Rezepturen der bewährten Moor- und Kräuterprodukte von Sonnenmoor.
Das Unternehmen mit Sitz in Anthering im malerischen Salzburger Land beschäftigt rund 60 Mitarbeiter und investiert kontinuierlich in den Ausbau seiner Produktionsstätte. Tradition und Innovation schließen sich für die Österreicher nicht aus, sondern greifen perfekt ineinander. Für die Abfüllung der hochwertigen Produkte kommt jetzt erstmals ein Roboter zum Einsatz.
Die Gründe für die Investition in eine komplett neue, robotergestützte Abfüllanlage bringt Arno Winter, Betriebsleiter bei Sonnenmoor auf den Punkt: „Zum einen wollten wir eine automatisierte, prozesssichere Lösung mit hoher Wirtschaftlichkeit, zum anderen war es an der Zeit, auch die Kapazität zu erhöhen, um der permanent steigenden Nachfrage nach unseren Produkten zu entsprechen und gleichzeitig das Produktionspersonal zu entlasten.“
Gerade im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel gelten strenge Hygienevorgaben, die sich natürlich mit vollautomatisierten Anlagen, bei denen menschliche Interventionen weitgehend ausgeschlossen sind, sehr gut umsetzen lassen. Der Blick auf die Abfüllanlage verrät sofort die kundige Hand des Anlagenbauers Stranger Maschinenbau.
Es dominiert Edelstahl, alle Stationen sind hygienegerecht ausgeführt, die Komponenten lassen sich einfach reinigen und der Platzbedarf ist auf ein Minimum reduziert. Zum Einsatz kommt ein vierachsiger Scara-Roboter der Ausführung TS2-80 von Stäubli. Dieser erfüllt bereits in Standardausführung die Reinraumklasse ISO 6. Bemerkenswert: Stranger Maschinenbau hat übergreifende Kompetenz im Haus und konnte alle Anlagenbereiche von der Roboter- über die Abfüll- bis hin zur Etikettierstation in Eigenregie ausführen.
Der Ablauf im Überblick
Der einzige manuelle Arbeitsschritt besteht in der Befüllung des Bunkers mit leeren Kunststoffflaschen, die im nächsten Schritt vereinzelt werden. Bei dieser mechanischen Vorausrichtung bleibt aber deren genaue Lage noch unbestimmt, das heißt, sie können mit dem Flaschenhals in die eine oder andere Richtung zeigend auf dem Band ausgerichtet sein.




