Die 1986 in den USA gegründete CCE verfügt über insgesamt 17 Standorte in Belgien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen und Schweden. CCE steht aktuell auf Rang drei der größten Coca-Cola-Bottler weltweit und realisiert ca. 8 % des Verkaufsvolumens. Zum Spektrum gehören Coca-Cola, Coca-Cola Light, Coke Zero, Fanta, Sprite sowie Wasser, Fruchtsaftgetränke, Fruchtsäfte und Sportgetränke.
Das französische Werk Clamart, nahe Paris, ist ausschließlich für die kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränke der Coca-Cola-Range zuständig. Die dort hergestellten Produkte gehen in die Gastronomie, darunter auch an Fast-Food-Ketten wie McDonald’s. Etwa 50 % der in Clamart produzierten Getränke werden derzeit in 0,5-l-PET-Flaschen abgefüllt, weitere 30 % in Mehrweg-Glasflaschen, 20 % in Bag-in-Box-Verpackungen. „Die hohe Effizienz von PET-Anlagentechnik ist für unseren Standort von essenzieller Bedeutung. Auch aufgrund der positiven Erfahrung, die wir bei CCE in Frankreich mit einer in Marseille etablierten Dosenlinie sammeln konnten, entschieden wir uns einmal mehr für ein ähnliches Konzept,“ erläutert Produktionsleiter Sébastien Lacout.
Die neue PET-Linie wurde als Ersatz für zwei in die Jahre gekommene Anlagen geordert (Leistung 27 000 und 32 000 0,5-l-PET-Flaschen stündlich). Einzupassen war sie auf den vorgegebenen Platz der ehemaligen 32 000er-Linie. Lacout: „In Clamart planen wir mittel- bis langfristig eine Ausweitung unserer Produktionskapazität. Daher benötigen wir kompakte, effiziente Anlagentechnik.“ Werden in der Anlage momentan noch ausschließlich 0,5-l-PET-Flaschen mit kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken befüllt, könnte sich das in Zukunft ändern. Vorgesehen ist auch die Verarbeitung von 0,375-l-PET-Flaschen. Die Linie ist hierfür ebenso gerüstet wie für eventuelle weitere kleinformatige PET-Flaschen.
Die Produktion der PET-Flaschen übernimmt eine Streckblasmaschine Innopet Blomax Serie IV mit 28 Blasstationen, die mit dem Füllsystem Innofill PET DRV geblockt ist. Lacout: „Für CCE war das die erste Investition in eine Streckblasmaschine, entsprechend skeptisch reagierte ich hier zu Beginn. Sie ist jedoch einfach zu bedienen und zu warten, bietet eine sehr gute Prozessstabilität und verhält sich, was den Energieverbrauch angeht, besonders sparsam.“ Nach dem Streckblasprozess werden die PET-Flaschen innerhalb des Innopet BloFill-Blockkonzepts in eine modular aufgebaute Transferstrecke überführt, die einen schonenden, zügigen und gleichzeitig platzsparenden Transport der Flaschen zum Füller sicherstellt. Die anschließende Befüllung übernimmt der Innofill DRV. Hierbei handelt es sich um ein rechnergesteuertes volumetrisches Füllsystem, das mit nur zwei Pneumatikzylindern pro Füllventil auskommt, die den kompletten Füllprozess – einschließlich Flaschenhub und Abdichtung der Flaschenmündung am Füllventil – steuern. Bei der Druckabfüllung ist die Vorspannung von PET-Flaschen mittels Gas aus dem Ringkessel obligatorisch. Die Kraft, die aus dem Vorspanndruck resultiert, überträgt sich beim Innofill DRV nun über einen Membrankolben direkt auf den Neckringhalter. Allein durch diese Kraft wird die Flasche angehoben und die Flaschenmündung am Füllventil abgedichtet. Separate Hubelemente sind nicht mehr erforderlich. Eine reduzierte Teilevielfalt ist ebenso gegeben wie höchst präzise Anpresskräfte, die sich automatisch an den Fülldruck anpassen.




