Für den Transport sowohl des Rohkaffees als auch des gerösteten Kaffees bevorzugt Probat die pneumatische Förderung. Die Förderluft muss absolut ölfrei sein, weil sie mit dem Kaffee direkt in Berührung kommt. Probat unterscheidet zwischen dem Transport mit Überdruck und mit Unterdruck. Zur Erzeugung der erforderlichen Förderluft als Über- oder Unterdruck setzt Probat seit 1996 Aerzen-Drehkolbengebläse der Baureihe Delta Blower ein. Zwischenzeitlich nutzt man auch die Drehkolbenverdichter der Baureihe Delta Hybrid.
Besonders anschaulich erlebbar wird der Ablauf der Kaffeeverarbeitung in dem im September 2012 eröffneten neuen Probat-Forschungs- und Technologiezentrum. Hier kann der Kunde vor der Kaufentscheidung sein spezielles Röstverfahren für seinen mitgebrachten Kaffee unter Praxisbedingungen im industriellen Maßstab ermitteln.
Zum Produktprogramm von Probat zählen Zentrifugalröster, Trommelröster und als neueste Entwicklung die Tangentialröster der Baureihe Jupiter Hybrid. Mit ihm lassen sich in einer einzigen Röstmaschine vielfältigste Röstprofile von der Kurz- bis zur Langzeitröstung erstellen. „Bei uns kann der Kunde gezielt Anlagen für ein bestimmtes Röst- oder Mahlsystem oder für beides erwerben“, erläutert Thomas Elshoff, der bei Probat als Entwicklungsingenieur tätig ist. „Auf Wunsch liefern wir aber auch die komplette Verarbeitungskette von der Lkw-Entladung bis zur Mahlanlage.“ Deshalb bietet das Forschungs- und Technologiezentrum neben den Alternativen für den „reinen“ Röstvorgang auch einen Überblick über die Vorstufe der Röstung, die Lagerung, die Gattierung (Verarbeitung) der Kaffeehäutchen, den Mahlvorgang sowie über die Erzeugung der Förderluft für den pneumatischen Produkttransport zwischen den einzelnen Verfahrensschritten.
Für die Erzeugung der Förderluft im Über- und Unterdruck stehen im Forschungs- und Technologiezentrum zwei Aerzen-Drehkolbengebläse der Baureihe Delta Blower Generation 5 (Typ GM 25 S) und ein Aerzen-Drehkolbenverdichter Delta Hybrid (Typ D 12 S).
Auf seinem Weg vom Lkw bzw. von einer Big-Bag-Station zur Mahlanlage legt der Kaffee einen weiten Weg mit unterschiedlichen Förderabschnitten zurück. Er beginnt mit der Einlagerung des Rohkaffees in die Silos. Zur Lkw-Entleerung verwendet man stationäre Schraubenverdichter oder fahrbare Verdichtersysteme. Der Rohkaffee wird dabei mit einem Überdruck von 1000 bis 2000 mbar aus dem Silofahrzeug in das Fördersilo transportiert. Bei der Einlagerung über eine Big-Bag-Station oder eine Sackaufgabe wird die Förderluft mithilfe eines Drehkolbengebläses bereitgestellt. Nachdem die in den Silos gelagerten unterschiedlichen Rohkaffeesorten gemäß der jeweiligen Rezepte gewogen und zusammengeführt wurden, fördert ein Aerzen-Drehkolbengebläse Delta Blower GM 25 S Generation 5 den Rohkaffee mit Überdruck pneumatisch über eine Rohrleitung zur Röstmaschine. Hier wird der Rohkaffee geröstet. Ergebnis sind mechanisch empfindliche Kaffeebohnen, die im nächsten Schritt im Unterdruck schonend zu den Röstkaffeesilos und zur Absackstation transportiert werden müssen. Hierfür nutzt man im neuen Technikum einen Delta-Hybrid-Drehkolbenverdichter D 12 S.




