Manfred Keller, Andreas Flora-Asendorf
Die Karriere des Unternehmens beschreibt Gründer Goran Redzic zu Recht als steil. 2003 startete der Betrieb mit der Produktion von Fruchtnektaren. In diesem Jahr lag der Umsatz bei 700 000 Euro. Aufgrund der umfangreichen Marketingmaßnahmen im zweiten Jahr der Fruvita-Karriere lagen die Umsatzzahlen des Unternehmens 2004 bei 4,5 Mio. Euro, 2005 bereits bei 15 Mio. Euro und für das Jahr 2006 wird nochmals eine Verdoppelung erwartet.
Seit 2005 ist das fruchthaltige Getränkespektrum des Unternehmens komplett. Neben Nektaren und Fruchtsaftgetränken befindet sich nun auch Fruchtsaft im Sortiment. Größte Erfolge verbuchen nach wie vor die Fruchtsaftgetränke. Ihr Anteil am Gesamtumsatz liegt bei 70 %. Begehrteste Geschmacksrichtung bei Fruchtsaftgetränken ist Multivitamin. Während Nektare und Fruchtsaft – ganz an die Traditionen in Serbien angepasst – momentan noch ausschließlich in der Kartonverpackung auf den Markt kommen, werden Fruchtsaftgetränke bei Fruvita in PET-Flaschen abgefüllt.
Redzic: „Für ein auf dem serbischen Markt neues und entsprechend modernes Getränk ist das meiner Meinung nach exakt die richtige Verpackung.“ Momentan sind ausschließlich 1,5-l- und 0,5-l-PET-Flaschen im Einsatz. Dass diese Größen für ein so aufgeschlossenes und innovatives Unternehmen wie Fruvita auf keinen Fall statisch vorgegeben sein dürfen, scheint klar. Mit moderner KHS-ACF-Anlagentechnik ist höchste Flexibilität erreicht, können Flaschengrößen und -formen künftig ohne Weiteres variieren.
Der Platzbedarf bei Einsatz des ACF-Verfahrens mit der trockenen Sterilisation ist wesentlich geringer als beim traditionellen Nassverfahren. Hier sind gerade einmal 15 m³ an Reinraumvolumen vonnöten, während es beim Nassverfahren etwa 65 m³ sein müssen. Dazu kommt: Speziallösungen lassen sich bei der Einpassung der ACF-Technik problemlos realisieren. Bei Fruvita war die L-förmige Aufstellung gewünscht, um eine optimale Integration der Linie in das vorhandene Gebäude zu erreichen. Generell gilt: Es besteht eine Auswahl an unterschiedlichsten Aufbaumöglichkeiten – ganz gemäß Modulkonzept.
Bei Fruvita wurde eine Abfüllleistung von 15 000 0,5-l-PET-Flaschen/h bzw. 13 000 1,5-l-PET-Flaschen/h realisiert. Prozessabläufe finden innerhalb eines sogenannten Mini-Isolators statt, in dem Reinraumqualität Klasse 100 herrscht und der aus drei Bausteinen besteht: dem Sterilisator, dem Aktivator und der Füller-Verschließereinheit. Kompakte Isolator-Technik haust lediglich die PET-Flaschenführungselemente in Sterilisator und Aktivator ein sowie die Füllventil-Ausläufe im Füllerkarussel und die Verschließköpfe im Verschließer. Sämtliche beweglichen Teile, Antriebe und Steuerungselemente sowie die Füllventile selbst liegen außerhalb des sterilen Reinraumes. Somit sind die relevanten Schmutz führenden oder Schmutz erzeugenden Teile und Baugruppen konsequent aus dem Sterilraum verbannt.




