Um Produktions- bzw. Abfüllverfahren zu vereinfachen sowie Bedienfehler möglichst ganz auszuschließen, hat Bizerba das mehrplatzfähige Rezepturprogramm WinCIS entwickelt. Das Softwaretool WinCIS verfügt über eine grafische Oberfläche, Windows-Client/Server-Architektur und lässt sich durch flexible Konfigurationsmöglichkeiten an kundenspezifische Anforderungen anpassen. Sein Grundprogramm bietet Datenbanken für Material, Basisrezepte, Hinweise und Aufträge zum Rezeptieren und Handdosieren von Feststoffen, Flüssigkeiten und Stückartikeln. WinCIS ist ein vollständig autonom arbeitendes System mit eigener Stammdatenverwaltung, einer zentralen Rezepturverwaltung, einer eigenen zentralen Wareneingangskontrolle und einer zentralen Verwaltung von Arbeitsschritten. Auch Reinsträume, wie sie in der chemischen und pharmazeutischen Industrie an vielen Stellen üblich sind, stellen kein Problem dar, da alle Bizerba-Wägetechnikkomponenten in GLP-gerechter Niro-Ausführung zur Verfügung stehen. Als Waagenmanagementsystem vernetzt WinCIS die einzelnen Wägeplätze entsprechend dem Materialfluss. Sowohl das Universalauswerteterminal ITU als auch der robuste Industrie-PC NT können mit der WinCIS-Software gesteuert werden. Die Waagensoftware NTscale mit ihrer eichfähigen Waagenanzeige im Display erlaubt die Bedienung direkt am Industrie-PC. Die Konfigurierbarkeit vieler Funktionen direkt an den Wägeterminals vereinfacht die Bedienung und Steuerung der Prozesse.
Mithilfe von WinCIS lässt sich der Herstellungsprozess von Anfang bis Ende überprüfen und die lückenlose Dokumentation der Waren- und Chargendaten, vom Wareneingang bis zum Versand, realisieren. Das beginnt bei der Anlieferung der Rohstoffe, die mit Menge, Gewicht, Herstelldatum und Haltbarkeitstagen (daraus errechnet sich automatisch das Verfallsdatum) im System erfasst werden. Wird die Wareneingangsnummer der Rohstoffe dann bei der Verarbeitung des Stoffes am Terminal eingegeben, lässt sich die Charge innerhalb weniger Sekunden rechnerunterstützt zurückverfolgen.
Fehler bei der Zusammenstellung der einzelnen Rezepturkomponenten sowie Bedienfehler an den Rezeptureinwägeplätzen, werden mit WinCIS und der durchgängigen Bedienerführung ausgeschlossen. Die freigegebenen Basisrezepte mit Bezugsmenge, Komponenten, Bearbeitungshinweisen, Sollgewicht und Toleranzen sind gespeichert und werden im Herstellprozess abgerufen. Der Benutzer meldet sich am Bildschirm mit seinem Namen und seinem Passwort an und erhält dann Zugriff auf seine vordefinierten Arbeits- und Verantwortungsbereiche mit eigener Bedienoberfläche.
Anschließend quittiert der Bediener die vorgegebenen Herstellvorschriften per Tastenklick. Erst dann gibt das Rezepturprogramm weitere Arbeitsschritte frei, bis der Auftrag schließlich am Wägeterminal und den aufgeschalteten Waagen bearbeitet wird. Ein sauber aufgestelltes Herstellprotokoll listet schließlich genau auf, wer wann was wo und wie hergestellt hat. Hilfreich ist das Rezepturprogramm auch, wenn aufgrund hoher Nachfrage eine größere Charge als üblich hergestellt werden muss. In diesem Fall berechnet das System dann automatisch die notwendigen äquivalenten Bezugsmengen.




