In der Duisburger König-Brauerei werden pro Stunde rund 50 000 Flaschen mit verschiedenen Biersorten befüllt. Einsortiert in die passenden Kästen erfolgt im Zwischenlager die Kommissionierung und die Bereitstellung für die Auslieferung. Dabei müssen die Kästen und Paletten mehrere Etagen überwinden. Diese Aufgabe übernimmt ein Palettenaufzugsystem, das mit Sicherheitslichtgittern von ifm ausgestattet ist. Letztere schützen die Mitarbeiter im Arbeitsbereich des Senkrechtförderers.
Kohle, Stahl – und Bier: Nicht nur der Bergbau und die Schwerindustrie haben die Geschichte des Ruhrgebiets geprägt. In vielen Städten des größten Ballungsgebiets Europas begründete sich zur gleichen Zeit auch die Tradition des Bierbrauens. So auch in Duisburg, wo 1858 Theo König seine Brauerei eröffnete, in der bis heute das König Pilsener gebraut und abgefüllt wird. War die Nachfrage in der Anfangszeit noch mit manueller Tätigkeit zu bewältigen, mussten in der Vergangenheit viele Prozesse automatisiert werden. Beispielsweise in der Intralogistik: Beginnend bei der Abfüllung und Einsortierung der Flaschen in die jeweiligen Bierkisten über den Transport der Kästen ins Zwischenlager, die Kommissionierung bis hin zur Auslieferung läuft hier vieles automatisch.
Aufzüge als Logistikknotenpunkt
„Die Kästen werden auf Paletten zum jeweiligen Bestimmungsort gebracht“, erklärt Roland Schoppmann. Der Elektromeister ist zuständig für die Instandhaltung der Anlage. Da mit der Nachfrage auch die Größe der Brauerei bis heute stetig gewachsen ist, verteilen sich die einzelnen Stationen, die das Bier von der Abfüllung bis zur Auslieferung durchläuft, über mehrere Etagen. Zentraler Knotenpunkt in diesem System sind insgesamt fünf Palettenaufzüge, die jeweils eine Palette mit bis zu 40 Kästen aufwärts und abwärts befördern können. Und diese Aufzüge stehen im Grunde niemals still. „Jede Stunde werden bei uns 50 000 Flaschen abgefüllt“, so Schoppmann. In weniger als einer Minute ist damit eine Palette gefüllt und bereit zum Transport ins Zwischenlager. In gleicher Taktung müssen zudem neue, leere Kästen angeliefert werden. Hinzu kommt der Palettenstrom Richtung Auslieferung. „Einen langfristigen Stillstand der Aufzüge könnten wir uns folgerichtig gar nicht erlauben“, so der Elektromeister.
Schutz der Mitarbeiter vor Unfällen
Um Wartungsarbeiten an der Förderanlage durchführen zu können oder auch um Störungen zu beseitigen, müssen die Bereiche vor den Aufzügen zwingend zugänglich bleiben. „Nicht zugänglich für Personen hingegen sind die Aufzüge an sich, sofern sie noch in Betrieb sind“, betont Schoppmann. „Das Gefährdungspotenzial für die Person im Aufzug wäre viel zu groß. Deswegen wurden sämtliche Zugänge zum Gefahrenbereich der Aufzüge mit Sicherheitslichtschranken abgesichert, sodass der Aufzug sofort zum sicheren Stillstand kommt, wenn Personen das Schutzfeld durchschreiten.“




