Alle industriellen Branchen stehen vor großen Herausforderungen: Kunden, Verbraucher und der Gesetzgeber stellen immer höhere Anforderungen an die Nachhaltigkeit und Cybersicherheit mit dem langfristigen Ziel einer All Electric Society. Gleichzeitig müssen Produktivität und Wirtschaftlichkeit gewahrt werden, um dem steigenden Wettbewerbsdruck standhalten zu können. Eine Simulations-App von Phoenix Contact kann dabei helfen.
Unternehmen der Lebensmittelindustrie sehen sich in diesem Umfeld einem besonderen Druck ausgesetzt, weil es in der Branche ein klares Bekenntnis zur Net-Zero-Factory gibt. Erfüllen sie die Vorgaben nicht, werden sie in Zukunft nicht mehr Teil der Produktions- und Lieferkette sein. Die Digitalisierung bietet hier die Chance, die Herausforderungen durch eine Optimierung der Prozesseffizienz, Produktqualität, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit zu bewältigen. Um Unternehmen die digitale Transformation zu erleichtern sowie entsprechende Lösungen aufzuzeigen, hat Phoenix Contact eine kostenfrei erhältliche PLCnext-Technology-App entwickelt. In der App wird die Digitalisierung einer Bestandsanlage simuliert und es werden Lösungen präsentiert.
Vollständige Transparenz
Die Simulation bildet eine Flaschenabfüllanlage mit einer Visualisierung ab. Zur möglichst realitätsnahen Gestaltung der Simulation werden künstliche Prozessdaten erzeugt und in der Visualisierung angezeigt. Zu den Informationen gehören z. B. die Positionen von Laufbändern, Energiedaten der Motoren und Temperaturzustände. Damit sich die Daten der unterschiedlichen Sensoren möglichst effektiv einsammeln lassen, kommt das auf Open Source basierende IIoT-Framework von Phoenix Contact zum Einsatz. Neben der Erstellung neuer Ein- und Ausgangsverbindungen per Plug and Play kann sich der Anwender fertige Konnektoren aus dem PLCnext Store herunterladen. Auf diese Weise werden Datensilos einfach und schnell aufgebrochen sowie Verbindungen zu anderen Systemen hergestellt.
Sind die Verbindungen in die Datensilos aufgebaut, holt die grafische Entwicklungssoftware Node-RED die in der PLCnext-Steuerung gespeicherten Daten ab und beginnt mit der Vorverarbeitung. In diesem Zusammenhang erhalten die Daten zusätzliche Metainformationen, zum Beispiel die Datenquelle, einen Zeitstempel oder eine Einheit. Dadurch entstehen nützliche Kontextinformationen und ein erheblicher Mehrwert. Anschließend werden die Daten normiert in einer Influx-Datenbank abgelegt.
Den Unternehmen der Lebensmittelindustrie eröffnet sich damit erstmals die Möglichkeit, in ihren Prozessen und Verbräuchen eine vollständige Transparenz über alle Sensoren, Maschinen und Anlagen zu erlangen.




