Beyer Maschinenbau blickt auf eine 150-jährige Geschichte zurück. In diesem Zeitraum hat sich das Unternehmen zu einem Spezialisten für die automatisierte Handhabung von Flaschen und Getränkekästen entwickelt. Zu den Anwendern gehören Mineralbrunnen, Brauereien und Safthersteller, aber auch zahlreiche Logistik-Unternehmen, die das Leergut-Handling von Mehrwegflaschen übernehmen.
Die Anlagen von Beyer übernehmen je nach Anwendung unterschiedliche Aufgaben. Sie stapeln und transportieren Getränkekästen, sortieren und packen Leergut, palettieren volle Gebinde oder stellen Flaschen automatisiert in Kästen.
Häufig projektiert und fertigt das Unternehmen auch komplette Anlagen mit automatisierter Zu- und Abfördertechnik einschließlich der dazugehörigen Identtechnik und der Anbindung an die entsprechenden IT-Systeme. Dabei kommen diese Anlagen niemals von der Stange. „Wir fertigen keine Serienmaschinen, sondern passen die Anlagen immer an die individuelle Aufgabe und die baulichen Gegebenheiten an“, erklärt Peter Nowotny, Konstrukteur bei Beyer.
Die Multipac-Packer und die Palettierer der Multipal-Serie zählen zu den gefragtesten Maschinenbaureihen des Unternehmens. Bei den Palettierern kann der Anwender aus zwei Grundkonstruktionen wählen: Die Multipal-L-Anlagen, die mit zwei Linearachsen ausgestattet sind oder die Multipal-DS-Palettierer. Letztere verfügen über eine Drehsäule, die Beweglichkeit in bis zu vier Achsen ermöglicht. Beide Anlagentypen können neben Kästen auch Trays, Kartonagen und Kegs palettieren oder depalettieren und übernehmen zudem noch die Handhabung der Paletten selbst.
Beyer verfügt über eine hohe Fertigungstiefe und legt sowohl bei selbst produzierten Teilen als auch bei zugekauften Komponenten Wert auf Qualität. So auch Energieketten. Hier hat die E4.1-Serie von Igus das Unternehmen überzeugt, da sie eine höhere Torsionsstabilität als die bisher verwendeten Energieketten eines anderen Herstellers aufweist.
Aktuell setzt das Unternehmen die E4.1-Serie in der Version E4.28 in allen Anlagenbaureihen und -größen ein. Die Versionsbezeichnung steht für Energieketten der Serie E4.1 mit 28 mm Innenhöhe. „Unser Ziel ist es, für alle verbauten Komponenten interne Standards zu verwenden – also nicht nur bei den Energieketten. Das vereinfacht die Konstruktion und erhöht die Qualität“, nennt Nowotny die Vorteile. Mit dieser Kette waren sowohl die Konstrukteure als auch die Anlagenbetreiber sehr zufrieden. Dennoch erweiterte Beyer nochmals den internen Ketten-Standard, nachdem Igus eine Light-Version der E4.1-Serie vorgestellt hatte: die E4.1L. Sie ist leichter und kostengünstiger als die Standardversion.
In der Montagehalle von Beyer fällt auf, dass dieser Kettentyp in unterschiedlichen Einbaulagen zum Einsatz kommt: liegend, hängend, freitragend oder geführt. Zu den universellen Einsatzmöglichkeiten trägt unter anderem der Hintergriff bei, der eine stabile Verzahnung der Kettenglieder ermöglicht. Das erhöht die Seitenstabilität und schafft die Voraussetzung für 90° gedrehte und freitragende Einsätze. Darüber hinaus kann sich der Anwender frei entscheiden, ob er die Kette mit oder ohne Vorspannung einsetzen möchte. Wenn er die Außenlasche dreht, ist die Kette vorspannungsfrei, was vor allem Sinn bei Anwendungen mit sehr begrenztem Bauraum sowie in hängender oder stehender Einbaulage macht.




