Seit 1988 ist die Erwin Dietz GmbH & Co. KG. am Standort Osterburken in Baden-Württemberg ansässig. Das Unternehmen produziert eine große Auswahl qualitativ hochwertiger Fruchtsäfte und Nektare. Modernste technische Einrichtungen sorgen dafür, dass die Fruchtsäfte mit vielen gesunden Vitaminen und Mineralstoffen hergestellt werden können. 70 Mitarbeiter arbeiten im Zweischichtbetrieb in drei Teilbereichen des Betriebs – Rohstofflager, Abfüllung und Lager. Pro Tag werden ca. 180 000 l Fruchtsaft abgefüllt.
Neben den Toyota-Elektrohubwagen der Baureihe PM 16 sind bei Dietz auch fünf Gabelstapler desselben Herstellers im Einsatz. Star der Flotte ist der Dieselstapler 7FDF 35 mit dem System für Aktive Stabilität (SAS) und einer Tragfähigkeit von 3,5 Tonnen.
Der Dieselstapler 7FDF 35 wird zur Be- und Entladung der LKWs eingesetzt. Er ist mit einer Halbkabine ausgestattet, um den Fahrer vor Regen und Kälte zu schützen. Eine Doppelpalettenklammer macht es dem Stapler möglich, drei Paletten auf einmal zu transportieren. Dietz hat sich für den Toyota 7FDF 35 mit SAS entschieden, da das Gerät durch das Sicherheitssystem gerade in engen Lagerhallen einen schnellen und sicheren Materialfluss gewährleistet.
SAS umfasst zehn Sensoren, die den Stapler überwachen. Die ermittelten Messwerte werden an eine zentrale Elektronikeinheit weitergeleitet, die die Daten auswertet und den drei SAS-Einsatzbereichen Lenkachsstabilisierung, Hubgerüststeuerung und Lenksynchronisation zuordnet. Überschreiten die Messungen Grenzwerte, greift das SAS in die jeweilige Funktion des betroffenen Einsatzbereiches ein und vermindert dort das Unfallrisiko. Der Fahrer sieht im Display des Armaturenbretts, ob das SAS eingeschaltet ist. Das System ist selbstprüfend und beinhaltet für den Fehlerfall eine Warnleuchte und eine alphanumerische Anzeige im Display des Armaturenbretts. Ermitteln die Sensoren eine gefährliche Situation, zum Beispiel eine zu hohe Kurvengeschwindigkeit, wird durch den SAS-Lenk-achsstabilisator vorübergehend die Pendelbewegung der Lenkachse ausgeschaltet. Die Seitenstabilität und damit die Sicherheit des Staplers wird so – bei gleicher Fahrgeschwindigkeit in den Kurven – wesentlich vergrößert. Auf diese Weise erhöht SAS nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Produktivität der Stapler.
Die Hubgerüststeuerung umfasst die Neigewinkelbegrenzung vorwärts, die Einschränkung der Geschwindigkeit beim Rückwärtsneigen sowie die Verriegelung der Hydraulikfunktion bei ausgeschaltetem Zündschlüssel. Ein millimetergenaues Einstapeln der Paletten wird möglich und ein Nachvornerutschen der Last gehört der Vergangenheit an. Wichen früher bei einer hydraulischen Lenkung – durch die Stellung des Lenkrades und aufgrund des hydraulischen Schlupfes beim Volleinschlag – Lenkradeinschlag und Radeinstellung der Hinterachse voneinander ab, bestand die Gefahr, dass der Stapler beim Gasgeben in die falsche Richtung fuhr. Die Lenksynchronisation sorgt nun dafür, dass die Lenkradposition und die Stellung der Lenkachse 100%ig übereinstimmen. Durch ein Drehen des Lenkradknopfes auf die vorgegebene Neutralstellung (8 Uhr) wird sichergestellt, dass der Stapler bei dieser Lenkradeinstellung immer geradeaus fährt. Häufige Lenkkorrekturen, die die Arbeit verlangsamen und unter Umständen sogar zu Unfällen führen, sind ausgeschlossen.




