Deutschland ist weltweit der drittgrößte Exporteur von Lebensmitteln. Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima sind in diesem Sektor 644 000 Mitarbeiter in rund 6000 Betrieben tätig. In der Hälfte der EU-Staaten ist die Lebensmittelindustrie sogar der wichtigste Arbeitgeber. 2023 hat die europäische Lebensmittel- und Getränkeindustrie einen Umsatz von 1112 Mrd. Euro erwirtschaftet und 4,6 Mio. Arbeitskräfte beschäftigt. Der Branche kommt demnach sowohl in Deutschland als auch in der EU eine Schlüsselrolle bei der Stärkung der Wirtschaft zu. Dass das auch so bleibt, sind die folgenden Herausforderungen zu meistern:
1. Cybersicherheit ist ein Muss
Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie werden im kommenden Jahr deutlich mehr in robuste Sicherheitsmaßnahmen investieren und verstärkt Cloud-basierte Lösungen in Betracht ziehen. Angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen müssen sie ihre Prozesse besser schützen und die Versorgung mit Produkten sicherstellen, die sie für die Lebensmittelproduktion benötigen.
Unternehmen, die als „analog“ gelten, sind in der Regel anfälliger für Cyberangriffe – einschließlich Ransomware und potenzieller Störungen durch böswillige Akteure. Sie verlassen sich immer noch auf veraltete Technologien und weniger auf zuverlässige digitale Sicherheitsmaßnahmen.
Es gab bereits mehrere größere Fälle, in denen europäische Lebensmittel- und Getränkehersteller in die Fänge von Cyberkriminellen geraten sind. Im März wurde beispielsweise der belgische Bierhersteller Duvel Moortgat Opfer eines Ransomware-Angriffs. In der Folge musste die Produktion an allen belgischen und US-amerikanischen Standorten für mehrere Tage eingestellt werden. Ein weiteres Beispiel aus Deutschland ist auch der Angriff auf das Aachener Traditionsunternehmen Lambertz. Für finanzschwache Unternehmen kann ein solcher Ausfall existenzgefährdend werden.
Um diese Bedrohung abzuschwächen, werden Lebensmittel- und Getränkeunternehmen verstärkt in Cloud-basierte Lösungen investieren, denn diese bieten in der Regel einen besseren Schutz als viele Unternehmen durch eigene Sicherheitsmaßnahmen erreichen können. Ausschlaggebend dafür ist das dort vorhandene Expertenwissen: Cloud-Anbieter investieren viel in die Rekrutierung und Bindung erstklassiger Sicherheitsexperten. Diese beschäftigen sich intensiv mit der Resilienz von Cloud-Lösungen und der proaktiven Behebung von Schwachstellen. Dieser hochgradige Fokus auf Sicherheitsfragen in Kombination mit dem großen Maßstab, mit dem Cloud-Anbieter operieren, schafft ein Niveau an Know-how, das kleine Unternehmen mit eigenen Mitteln kaum erreichen können. Da sich die Bedrohungslage für die F&B Branche in den kommenden Jahren tendenziell verschärfen wird, werden Unternehmen mehr und mehr dazu übergehen, auf dieses hochspezialisierte Expertenwissen der Cloud-Anbieter zurückzugreifen und dabei von modernsten Security-Maßnahmen und durchgängiger Überwachung profitieren.




