Kostengünstig im Preis und im Betrieb, integrationsfreundlich, hygienegerecht und wartungsarm sowie vielseitig durch einen modularen Aufbau – diese Anforderungen hat die Seli GmbH Automatisierungstechnik bei der Entwicklung der Sensorfamilie STS umgesetzt. Der Kern der Sensoren – das Optikelement – wurde völlig neu entwickelt und bietet gegenüber Trübungssensoren mit bislang üblicher Glühlampentechnik deutliche Vorteile, beispielsweise hinsichtlich Messgenauigkeit, Sensorlinearität, Wiederholgenauigkeit und Wirtschaftlichkeit.
LED für hohe Reproduzierbarkeit
Statt Glühlampentechnik nutzen die STS-Sensoren zur Messung der optischen Dichte von Flüssigkeiten hochwertige, industrietaugliche LED als Sendelichtquelle. Daher benötigen sie weder eine komplexe Konstantstromquelle noch Filterelemente oder Linsen. Darüber hinaus sind alle messtechnischen Komponenten als einziges, monolithisches Bauteil konzipiert, das auch bei Kalt-Warm-Temperaturwechseln im Verlauf von CIP- oder SIP-Prozessen eine gleichbleibende, die Messung nicht beeinträchtigende Toleranz aufweist.
Modulares Konzept
Die gesamte STS-Produktfamilie ist modular konzipiert – besitzt aber über das monolithische Optikbauteil hinaus weitere gemeinsame, sensortechnische Basismerkmale. Sie alle arbeiten mit der Durchlichtmethode – das heißt im 180°-Verfahren – bei einer nah infraroten Wellenlänge von 880 nm. Die Trübungs- bzw. Konzentrationsmessung erfolgt völlig unabhängig von der Farbe des Trägermediums. Die Messergebnisse werden über einen analogen Stromausgang 4 – 20 mA ausgegeben. Zusätzlich verfügen alle STS-Sensoren über einen integrierten digitalen PNP-Schaltausgang, der über den jeweiligen gesamten Messbereich eingestellt werden kann. Alle STS besitzen ein Display zur Bedienung, Diagnose und Anzeige von Messwerten.
Die Modularität und Migrationsfähigkeit der Sensorfamilie zeigt sich in den Bauformen und Einsatzgebieten. Der Trübungssensor STS01 ist ein einfach zu bedienendes Messsystem für den unteren Trübungsbereich. Es ist in drei
optischen Pfadlängen verfügbar und deckt damit die Messbereiche 0 bis 100, 0 bis 250 und 0 bis 500 EBC/2000 FAU ab. Die Version STS02 bietet zusätzlich ein verlängertes Anschlussrohr für das Sensorelement. Der STS03 – und auch der verlängerte STS04 – sind jeweils werksseitig vorkalibrierte Messgeräte, die der Anwender um bis zu sechs weitere, individuelle Messpunkte ergänzen kann. Ihr Messbereich beginnt bei etwa 10 EBC/40 FAU und endet bei 3250 EBC/13 000 FAU. Somit lassen sich sowohl schwache als auch sehr hohe Konzentrationen messen und überwachen.
Hygienisches Design
Konzipiert ist die Sensorfamilie STS für den Einsatz in Feucht- und Nassbereichen von Lebensmittel verpackenden und Getränke abfüllenden Anlagen. Die ausgewählten Materialien – unter anderem elektropolierter Edelstahl 1.4404 (316L) mit einer Oberflächengüte von weniger als 0,37 µm Rautiefe und einem Saphirfenster als optischer Grenzfläche – sind durch eine sehr hohe Medienbeständigkeit gekennzeichnet. Die glatten Oberflächen, das nahtlose, polymerfreie Dichtsystem zum Prozess sowie die absolut spalt- und kantenfreie Gehäuseausführung verhindern das Anhaften von Produktresten und gewährleisten das vollständige Ablaufen von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln nach dem Einwirken.




