Die Gefa-Doppelmembranpumpen der Serie 710 sind hier bereits einige Jahre erfolgreich im Einsatz. Sie pumpen das Geläger aus den Gärtanks zum Dekanter, wo es vom Flüssigkeitsanteil getrennt und als Verkaufshefe der Landwirtschaft als hochwertiges Viehfutter zur Verfügung gestellt wird.
Durch die vorhandene Trockensubstanz in der Bierhefesuspension entstand an dieser Stelle immer wieder systembedingter Verschleiß. Die vormals eingesetzten Zahnradpumpen hatten genau mit diesem Verschleiß ihr Problem. Durch die Abrasion an der Gehäusewand und den Flügelkolben entstand ein so großer Schaden, dass bei einem Ausfall die komplette Pumpe ersetzt werden musste. Anders bei den Doppelmembranpumpen der Serie 710: aufgrund der äußerst niedrigen Quetschraten ist der Verschleiß sehr gering. Der Produktstrom wird zudem sehr schonend durch das Innere der Pumpe gefördert. Dies wirkt sich ebenfalls günstig auf Verschleißverhalten und Abrasion aus.
Die Doppelmembranpumpen Serie 710 werden ausschließlich mit Druckluft betrieben. Die oszillierenden Bewegungen der beiden Membranen wird durch wechselnden Druckaufbau oder Druckentlastung in den Druckkammern hinter den Membranen bewerkstelligt. Das Schubrohr gleitet auf einer Verbindungsstange und gibt nach jeweiliger Endstellung verschiedene Luftwege frei, die in Verbindung mit dem Steuerventil für eine Umschaltung in die andere Richtung sorgen. Der eigentliche Pumpvorgang findet im Innern des Pumpengehäuses statt. Durch den Wechsel von Druckaufbau und Druckentlastung werden vier Kugeln paarweise entweder nach oben gedrückt oder aber nach unten gesogen. Dort dichten sie dann zuverlässig in ihren Kugelsitzen ab und verhindern einen Rückfluss des Mediums.
Das Pumpengehäuse und das Schubrohr ist aus Edelstahl 1.4404 gefertigt, die Membranen und Ventilkugeln sind aus Nitril-Kautschuk (NBR), Sitze und Dichtungen sind aus Polytetrafluorethylen (PTFE). Alle eingesetzten und medienberührten Teile sind nach FDA (Food And Drug Administration) zugelassen.
Beim Einsatz von jeglichen Geräten im Lebensmittelbereich ist darauf zu achten, dass durch die vom Medium berührten Teile keine oder nur unbedenkliche und technisch unvermeidbare Stoffe an das Produkt abgegeben werden. Diese Eigenschaft wird durch die in der Doppelmembranpumpe Serie 710 verwendeten Materialien voll erfüllt.
Ein weiterer Gesichtspunkt für den Einsatz im Lebensmittelbereich ist die reinigungsgerechte Gestaltung der Pumpe. Wichtig ist, dass keine Toträume vorhanden sind, wie zum Beispiel Mulden oder Spalten, in denen sich Produktreste ansammeln können und von einer In-Place-Reinigung nicht erfasst oder nur unvollständig beseitigt werden. Eine anschließende Sterilisation wird hierdurch unwirksam. All diese Kriterien wurden bei der Konstruktion der Pumpen Serie 710 berücksichtigt.




