Die Küppersbusch GmbH in Velbert entwickelt und fertigt kundenspezifische Abfüllanlagen und setzt seit mehr als zwanzig Jahren Gleitlager aus dem Igus-Konstruktionsbaukasten ein. Ein genauer Blick auf eine aktuell gefertigte Anlage zeigt unterschiedlichste Anwendungsmöglichkeiten für Lagertechnik aus Hochleistungspolymeren in der Getränketechnik.
Smoothies und Biosäfte, Konzentrate und Gin aus deutscher Produktion: Die Getränkeindustrie bietet den Konsumenten heute eine deutlich größere Vielfalt als in vergangenen Jahrzehnten. Häufig sind es kleinere Unternehmen, die wichtige Trends setzen und zunächst einmal kleinere Mengen erzeugen. Wenn sie in eine teil- oder vollautomatisierte Abfüllanlage investieren, wenden sie sich häufig an die Küppersbusch GmbH in Velbert. Das 1972 gegründete Unternehmen hat sich auf diese Klientel und ihre besonderen Anforderungen spezialisiert. Jochen Küppersbusch, geschäftsführender Gesellschafter in zweiter Generation: „In den 1970er-Jahren, als es noch viele regionale Kornbrennereien gab, haben wir überwiegend Abfüllanlagen für Spirituosen entwickelt und gebaut. Heute macht das nur noch rund 10 % unseres Geschäftes aus. Wir haben uns breiter aufgestellt und sehen uns als Nischenanbieter, der sich an kleinere Hersteller und Abfüller von flüssigen und pastösen Produkten wendet. Dabei profitieren wir auch von dem Trend zu kleineren Gebinden und Sondergebinden.“
Know-how durch Lohnabfüllung
Typisch für die Vorgehensweise von Küppersbusch ist, dass es keine vorgefertigten Lösungen oder Baureihen gibt. Klaus Voigt, Projektingenieur im Unternehmen: „Der Kunde nennt uns die Anforderungen – wir entwickeln eine Lösung.“ Da es meistens um kleinere bis mittlere Mengen geht und der Anwender Flexibilität wünscht, besteht diese Lösung häufig aus halbautomatischen, linearen Abfüll-, Etikettier- und Verschließmaschinen.
Bei der Projektierung können die Entwickler auf umfangreiches anwendungstechnisches Know-how zurückgreifen. Denn auf einer separaten Etage des Firmengebäudes nutzt Küppersbusch die Anlagen aus eigener Produktion für die Lohnabfüllung von unterschiedlichsten Produkten. Jochen Küppersbusch: „Deshalb kennen wir die Praxisanforderungen unserer Kunden aus eigener Erfahrung.“
Verschiedene Baureihen im Einsatz
Mit dem Motion-plastics-Spezialisten Igus verbindet Küppersbusch eine lange Zusammenarbeit. Klaus Voigt erinnert sich, das Unternehmen schon am damaligen Standort in Bergisch Gladbach besucht zu haben. Also vor dem Jahr 1994, als Igus an den jetzigen Standort nach Köln Porz-Lind umzog.
Die Konstrukteure von Küppersbusch nutzen diverse Baureihen und Varianten aus dem Igus-Lagerprogramm, und das mit gutem Grund. Klaus Voigt: „Wichtig ist für uns, dass sich sowohl die rotativen als auch die Linearlager gut reinigen lassen und eine lange Lebensdauer erreichen. Sie dürfen aus Hygienegründen keine externen Schmierstoffe benötigen, und je nach Anwendung, das heißt bei Teilen mit Produktberührung, müssen die Werkstoffe FDA-konform sein.“ All diese Eigenschaften treffen auf die Igus-Gleitlager aus Hochleistungspolymer mit inkorporiertem Schmierstoff zu.




