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    Von der Idee bis zur Realisation
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    Getränkeindustrie

    Von der Idee bis zur Realisation

    Erfolgreiche Unternehmen der Getränkebranche erzielen ca. 30 % ihres Umsatzes mit Produkten, die nicht älter als fünf Jahre sind. Um diesen Anspruch zu
    Veröffentlicht
    05. November 2008
    Lesezeit
    5 Minuten
    Rubrik
    Getränkeindustrie

    Herbert Eickmeier

    Der gute Geschmack findet seinen Anfang im Sourcing/Beschaffung. Um die Frische und den vollen Geschmack der Frucht zu erhalten, ist die sofortige Verarbeitung im Anbauland von großer Bedeutung. Die DöhlerGruppe verfügt über Partnerschaften und eigene Spezialisten in den wichtigsten Anbaugebieten, die die Qualität der Verarbeitung stets kontrollieren sowie neue Fruchtsorten ausfindig machen. In Brasilien, im Herzen des weltweit größten Zitrusanbaugebietes befindet sich das „Centre of Expertise for Citrus“. Direkt vor Ort werden qualitativ hochwertige Zitrus-, FTNF- und FTNJ-Aromen für Fruchtsäfte und Nektare hergestellt. Durch eigene Fruchtverarbeitungen in Polen, der Ukraine, der Türkei und in Deutschland sichert das Unternehmen seinen Kunden damit einen globalen Zugriff auf Fruchtsaftkonzentrate aller Art – und das 365 Tage im Jahr.

    Neben einer umfassenden Qualitätssicherung vor Ort sind klare Vorgaben von Spezifikationen, regelmäßige Lieferantenaudits, Wareneingangskontrollen und aktive Mitgliedschaften in Organisationen wie AIJN, IFU und SGF selbstverständlich.

    Dieses planvolle Vorgehen der DöhlerGruppe in der Beschaffung bildet die Grundlage für qualitativ hochwertige Fruchtsaftkonzentrate, Fruchtzubereitungen, Grundstoffe, Ingredient-Systeme bis hin zu natürlichen Aromen und Extrakten.

    Zur langfristig erfolgreichen Positionierung eines Produktes gehört jedoch mehr als die erstklassige Rohstoffauswahl. Neben dem Aussehen ist der Geschmack das bedeutendste Kaufkriterium. Nur, wenn ein Produkt den hohen geschmacklichen Wünschen der Käufer gerecht wird, findet auch ein Wiederkauf statt. Um den Wünschen der Verbraucher zunächst auf die Spur zu kommen, bietet das Darmstädter Unternehmen eine kontinuierliche Analyse der verfügbaren Marktdaten und somit Trendreports an. Durch weltweite Flavouristenteams sowie Produktions- und Applikationszentren erkennt die DöhlerGruppe länderspezifische Trends und Geschmacksvorlieben und setzt diese in maßgeschneiderte Produkte- und Produktkonzepte um.

    Beispielsweise stellte Döhler die bis 2004 in Europa relativ unbekannte Acaí-Frucht aus dem brasilianischen Amazonasgebiet in den Fokus. Diese enthält einen besonders hohen Gehalt an natürlichen Anti-Oxidantien, die die freien Radikale im Körper einfangen sollen. Mit zwei Neuprodukteinführungen im globalen AfG-Markt stand diese exotische Frucht noch am Anfang ihrer Erfolgsgeschichte. Mithilfe des kontinuierlichen Monitorings konnte die DöhlerGruppe den Trend frühzeitig identifizieren und in innovative Konzepte und Ingredients umsetzen.

    Im Rahmen von international angelegten Studien wurden so die relevanten Entwicklungen für die Getränkeindustrie beobachtet und definiert. Demnach sind derzeit Natürlichkeit, Premium und Funktionalität die wichtigsten Verbrauchertrends. Der Wunsch der Verbraucher nach ursprünglichen Produkten, die ohne künstliche Zusätze auskommen, spiegelt sich in erfolg- reichen Produkten wie zum Beispiel Smoothies oder Schorle wider.

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    Der Trend hin zu Premium beinhaltet sowohl den Einsatz von besonders hochwertigen Grundstoffen als auch ein besonderes Geschmackserlebnis. Für ein besonders cremiges Mundgefühl wird beispielsweise Sahne in Desserts zugefügt und mit außer-gewöhnlichen Aromen kombiniert.

    Funktionalität zeichnet sich durch Getränke mit einem Zusatznutzen für Verbraucher aus, beispielsweise in Form von Getränken zur Stärkung des Immunsystems oder Anti-Aging-Produkte.

    Auf Basis der wichtigsten Trends werden im nächsten Schritt innovative Getränkekonzepte entwickelt. So erfüllen Smoothies, die aus 100 % Frucht bestehen, beson-ders die derzeitige Nachfrage nach natürlichen, gesunden Premium-Produkten. Aber auch die natürlich-leichten Aqua-Fruit-Getränke stehen im Fokus der Entwickler, da sie aufgrund ihres höheren Fruchtgehaltes (bis 30 %) die Lücke zwischen Aqua-Plus-Getränken und Schorlen schließen. Daneben werden auch Malzgetränke und Fermentations-Getränke als zukunftsweisende Produktkategorien gesehen.

    Döhler-Kunden profitieren von der langjährigen Erfahrung bei Rohstoffen, Rezepturen und Applikationen, die die Grundlage für effiziente Entwicklungsprozesse bilden. Zusätzlich zur Markt- und Konsumenten-Forschung und Sensorik geht das Leistungspaket bis hin zur Beratung beim Verpackungsdesign.

    Eine Idee ist nichts, wenn es nicht schmeckt. Um maßgeschneiderte und hoch akzeptierte Produktkonzepte sowie sensorisch optimale Produktqualität anbieten zu können, liefert das Team der „Sensory and Consumer Science“ am Standort Darmstadt praxiserprobte und valide Marktforschungsmethoden. Die Überprüfung der sensorischen Qualität wird mithilfe von fundierten Tests durchgeführt. Diese werden sowohl von Sensorik-Experten als auch von Verbrauchern vorgenommen. Die Experten-Sensorik beschäftigt sich im Wesentlichen mit der objektiven Wahrnehmung und Messung von sensorischen Produkteigenschaften (z. B. „starke Orangennote, schwache Maracujanote, etwas dickflüssig im Mundgefühl“). Das Ziel der Verbraucherforschung dagegen ist es, das Verhalten der Verbraucher auf die sensorische sowie optische Wahrnehmung des Gesamtkonzeptes zu erfassen und zu bewerten. Anders ausgedrückt: Es wird geprüft, wie das Getränk in Verbindung mit dem Konzept bei den Verbrauchern ankommt.

    Für den Bereich Verbraucherforschung kann Döhler für den deutschen Markt auf eine Datenbank von mehr als 1300 Perso-nen zurückgreifen, aus der zielgruppenspezifische Verbraucherstichproben zusammengestellt werden. Wichtig ist hierbei eine sorgfältige Vorauswahl der Verbraucher, um sicherzustellen, dass mit der Stichprobe die Zielgruppe maximal repräsentativ abgebildet wird. Durch die Überprüfung der Akzeptanz eines Produktes vor Markteinführung wird ein wichtiger Schritt in Richtung eines langfristig erfolgreichen Produktes getan und die Chance auf Durchsetzung im Markt erhöht.

    In der Verbrauchernachfrage ist ein eindeutiger Trend hin zu natürlichen Produkten zu beobachten. Diese Entwicklung führt zu empfindlicheren Produkten mit höheren pH-Werten von 4,0 bis 4,5 (da milder und somit besser verträglich) und geringer oder sogar fehlender Karbonisierung. Natürliche Produkte heißt gleichzeitig, auf Konservierungsstoffe in der Produktformulierung und Deklaration zu verzichten. Der Convenience-Aspekt im Einkaufsverhalten hat dazu geführt, dass heute drei von vier Getränken in PET-Gebinden angeboten werden. PET-Gebinde lassen in der Regel keine Heißfüllung zu, sodass bei empfindlichen Produkten selbst bei pH-Werten <4,0 die kaltaseptische Abfüllung notwendig ist. Aseptische Abfüllung ist ein wichtiger Faktor in der Prozesskette, die jedoch bei aseptisch produzierten und abgefüllten Fruchtsaftkonzentraten, Grundstoffen und Fruchtzubereitungen beginnen muss. Aufgrund umfassender Investitionen in Produktions- und Abfülltechnologie erfüllt Döhler alle notwendigen Anforderungen, um seine Produkte für die Getränke- und Milchindustrie in Fässern, Arca-Combo-Containern, Mehrweg-Containern aus Edelstahl bis hin zu kompletten Tankzügen in aseptischer Qualität zu liefern.

    Um Getränkeinnovationen erfolgreich auf den Weg zu bringen, steht Döhler seinen Kunden unterstützend zur Seite. Und auch bei Planung und Bau von Ausmisch- und Dosiersystemen, Werkskonstruktionen, integrierten Softwarelösungen bis hin zur Inbetriebnahme bietet das Unternehmen einen verlässlichen Partner mit Ruland Engineering & Consulting.

    Halle 1, Stand 303

    dei 404

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