Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie unterscheidet sich grundlegend von anderen Sektoren. Sie ist nicht homogen strukturiert, sondern setzt sich aus verschiedensten Teilbranchen wie beispielsweise Molkereien, Fleischproduzenten, Getränkeabfüllern, Brauereien oder Obsterzeugern zusammen. Jede davon hat ihre eigenen Anforderungen sowie Prozesse und benötigt daher spezielle Lösungen und Technologien.
Dennoch weisen die einzelnen Teilsegmente einige prinzipielle Gemeinsamkeiten auf. So legen die Hersteller allesamt ein besonderes Augenmerk auf die Erfüllung wichtiger KPIs wie Kosten, Qualität, Nachhaltigkeit und Sicherheit. Dabei ist der Markt hart umkämpft und durch geringe Gewinnspannen charakterisiert. Investitionen in die Digitalisierung werden daher in der Regel sehr genau geprüft und müssen einen schnellen Return-on-Investment (RoI) gewährleisten. Eine weitere Herausforderung ist die Digitalisierung selbst: In Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie fehlt es häufig an entsprechend geschulten Mitarbeitenden und damit am fachlichen Know-how, um komplexe Digitalisierungsprojekte erfolgreich in die Tat umzusetzen.
Veraltete Produktionsanlagen hemmen Automatisierung
Hinsichtlich der Produktionstechnologien sieht der Status quo in der Branche häufig so aus: Die typische Fertigungsanlage weist bereits eine Lebensdauer von 30 bis 50 Jahren auf und ist nur ansatzweise sowie in gewissen Teilbereichen automatisiert. Oft beschränken sich entsprechende Initiativen auf den Einsatz von SPS- und Sca da-Systemen. Auch sind Dokumente und Auswertungen auf Basis von Tabellenkalkulationsprogrammen sowie Produktionspläne auf Papier im Einsatz. Eine weitere Herausforderung besteht in der zunehmenden Konsolidierung der Lebensmittel- und Getränkebranche. So stehen Unternehmen vor der Aufgabe, ein breites Spektrum an verschiedensten Spezialanlagen in Einklang zu bringen. Dies erschwert Automatisierungs- und Digitalisierungsprojekte zusätzlich.
Um mit den künftigen Herausforderungen erfolgreich Schritt zu halten, ist in der Branche ein Digitalisierungsschub dringend geboten. Wie können Lebensmittel- und Getränkehersteller konkret vorgehen und erste Vorhaben erfolgreich planen sowie umsetzen? ABB-Experten unterstützen hier mit fundierten Beratungsleistungen und greifen dabei auf eine langjährige Branchenerfahrung sowie tiefgreifende Automatisierungsexpertise zurück. Am Anfang stehen eine umfassende Analyse und entsprechende Einordnung des Unternehmens in Bezug auf seine digitalen Kompetenzen. Auf dieser Basis werden dann weitere Schritte der digitalen Reise definiert. Dazu zählt eine realistische Bewertung bestehender Anlagen – von der Energie- und Materialzufuhr bis zur Ausgabe des palettierten Endprodukts.




