Dipl-Ing. Jeanette Garre
Vor allem bei der Produktion pulverförmiger Geschmacksstoffe, die in der Regel chargenweise in Pulvermischern mit mehreren tausend Litern Inhalt hergestellt werden, kommt der Druckluftaufbereitung eine besondere Bedeutung zu. So zum Beispiel auch bei der Symrise GmbH & Co. KG in Holzminden. Das 1874 vom Erfinder des Vanillins, Wilhelm Haarmann, gegründete und im Jahre 2003 mit Dragoco zur heutigen Symrise fusionierte Unternehmen ist global auf vier Geschäftsfeldern aktiv: Flavors, Fragrances, Cosmetics und Aroma Chemicals.
Zum Symrise-Konzept gehört es auch, Aromen möglichst dort zu verarbeiten, wo die natürlichen Grundstoffe in bester Qualität zur Verfügung stehen. Folglich verfügt das Unternehmen über Produktionsstandorte in zahlreichen Ländern, unter anderem im chinesischen Shanghai. Dort, wo Temperaturen bis zu 40 °C und eine Luftfeuchtigkeit von häufig 90 % registriert werden, steht die qualitativ einwandfreie Herstellung von Aromastoffen vor besonders schwierigen Aufgaben.
Neuralgischer Punkt sind dabei die eingangs erwähnten, bis zu 2000 l fassenden Pulvermischer. Die Antriebe dieser Mischer verfügen über Wellenlager, die höchst sensibel auf das Eindringen von Staub – und damit auch von feinstem Aromapulver – reagieren. Die Folge einer solchen Immission wäre ein rasches Verblocken der Lager und damit ein teurer Stillstand, wenn nicht gar eine Beschädigung des Mischers.
Um die Anlage zuverlässig vor diesem Risiko zu schützen, müssen die Wellenlager mit leicht über dem atmosphärischen Druck liegender, trockener Sperrluft beaufschlagt werden – eine schwierige Aufgabe, vor allem in Shanghai. Denn hier bereitet das extreme Klima mit seinen heftigen Schwankungen der Druckluftaufbereitung erhebliche Probleme.
Vor allem die Sicherstellung einer kontinuierlichen Drucklufttrocknung stellte die größte Herausforderung für die Aromahersteller am Symrise-Standort Shanghai dar. Denn immer wieder einmal zeigte sich in der Vergangenheit, dass die bis vor etwa drei Jahren eingesetzten Adsorptionstrockner mit dem China-Klima nur schwer fertig wurden.
Vor allem die drastischen Wechsel der Luftfeuchtigkeit führten zur Unsicherheit über die tatsächliche Trocknungsleistung der Adsorptionsgeräte, hinter denen die Luftfeuchte oft erheblich schwankte. Eine zuverlässige Qualitätssicherung und ein lückenloser Schutz der sensiblen Wellenlager waren damit nicht gewährleistet.




