Pflanzenbasierte Fleischalternativen, verarbeitet zu Burgerpatties, Nuggets oder veganem Hackfleisch, boomen. Geschmack und Textur überzeugen die Kunden – aber hier liegt auch der Knackpunkt: Eine gleichbleibend hohe Produktqualität ist aufgrund der Eigenschaften der eingesetzten Stoffe nicht einfach zu erreichen. Ein wichtiger Faktor für den Erfolg sind stabile Prozessbedingungen. Dabei helfen hoch automatisierte Produktionsmethoden und moderne Messtechnik.
Für die Produktion von Fleischalternativen wie pflanzlichen Burgerpatties und Geschnetzeltem bilden überwiegend Hülsenfrüchte, Getreide, Soja oder Ölsaaten die Grundlage. In einem vorgelagerten Prozess wird aus diesen Proteinrohstoffen ein vor-gemischtes Pulver erzeugt, das dann unter Wasserzugabe in den Extrudereinlauf dosiert werden muss. Zuweilen werden die pflanz-lichen Rohstoffe zuvor auch noch bei hohen Wassergehalten gekocht, in manchen Fällen erfolgt auch eine direkte Dampfinjektion. Die Zutaten werden gemischt und geknetet und schließlich extrudiert.
Die Pulver sind teilweise sehr fein, klebrig und somit schwer zu dosieren. Hinzu kommen oft noch gewolfte Produkte mit Lufteinschlüssen. An dieser Stelle unterbrechen viele Produzenten den Prozess, um die Masse zu wiegen: Ein Vorprodukt wird in einem Behälter gesammelt, bis eine bestimmte Masse/Gewicht erreicht ist, und erst dann in den nächsten Prozessschritt gegeben. Dieser muss also warten, der Prozessablauf ist unterbrochen. Diese Unterbrechung lässt sich mit kontinuierlicher Inline-Wiegung mit Coriolis-Massedurchflussmessgeräten vermeiden. Sie lassen sich auch an Messpunkten im Verlauf der nachgeschalteten Extrusionsphase einsetzen, wenn das breiige Protein-gemenge vor der Formgebung zu Bällchen, Patties oder Schnitzeln zu wiegen ist. Solche Extrudate weisen je nach Vorprodukt eine mehr oder weniger faserartige Struktur auf, die der Textur von echtem Fleisch entspricht. Doch der Druckabfall beim Austritt aus dem Extruder hat meist auch eine Expansion des Materials zur Folge. Dabei entsteht ein strukturiertes Produkt, das Lufteinschlüsse enthalten kann, die bei herkömmlichen Coriolis-Massedurchflussmessgeräten zu fehlerhaften Messwerten oder gar zu Unterbrechungen des Messbetriebs führen können, was wiederum einen Ausfall des Messsignals für die Prozesssteuerung zur Folge hat.
Präzise trotz Lufteinschlüssen
Für die Coriolis-Geräte der Optimass-Serie hat Krohne mit EGM (Entrained Gas Management) eine Technologie entwickelt, die auf Basis leistungsstarker Regelalgorithmen stets präzise Messergebnisse liefert. Massedurchfluss- und Dichtemessungen bleiben so stets stabil und kontinuierlich. Durch eine Anpassung an die jeweilige Applikation kann die Messgenauigkeit weiter verbessert werden.




