Mittlerweile ist es gesetzlich vorgeschrieben, den Verbraucher lückenlos über die Herkunft von Rindfleisch zu informieren. So gibt das Etikett Auskunft darüber, in welchem Land das Tier geschlachtet und zerlegt wurde. Zusätzlich ablesbar sind die Zulassungsnummer des Schlachthofs und der Zerlegebetriebe, ferner eine Referenznummer, anhand der sich das Fleisch bis hin zum einzelnen Tier bzw. einer Gruppe von Tieren zurückverfolgen lässt. Ab dem 1. Januar 2002, in Deutschland möglicherweise jedoch schon früher, muss auf dem Etikett auch Geburts- und Mastort erkennbar sein.
Bizerba hat dazu einen Lösungsansatz entwickelt, um für Anwender in Handel und Industrie die Umstellung auf die neuen Vorschriften betriebswirtschaftlich effizient, also reibungslos, schnell und mit moderatem Investitionsaufwand, zu gestalten. Bereits bei der Konzepterstellung wurden drei Anwendungsfelder getrennt betrachtet, die zugleich den unterschiedlichen Marktstrukturen und -anforderungen entsprechen:
• Die zentrale SB-Rindfleischetikettierung
• Die dezentrale SB-Rindfleischetikettierung
• Die Thekenetikettierung für den Bedienverkauf
Die generelle Idee beruht darauf, die gesamte Information nicht aufwendig in Rechneranlagen zu hinterlegen, sondern am Produkt selbst mitzuführen. Da sich herkömmliche Strichcodes aufgrund des Platzbedarfes hierfür nicht eignen, wird der in der Logistik verbreitete Barcode PDF417 verwendet. Dieser Code ermöglicht die Hinterlegung aller benötigten Informationen auf einer minimalen Fläche, und dies durchgängig bei allen drei Anforderungsprofilen.
Bereits bei der Warenannahme im Wareneingang werden alle zum Tier/Produkt gehörenden Daten erfasst; anschließend wird ein Etikett mit den erforderlichen Daten erzeugt. Die Daten werden im Klartext und verschlüsselt im Code PDF417 abgedruckt. Das Etikett wird unmittelbar am Produkt angebracht, entweder geklebt oder geheftet. Je nach betrieblicher Anforderung können dafür Thermotransfer-, PE- oder Etiketten mit lebensmittelverträglichem, weil eiweißbasierendem Kleber aus der P+E-Angebots-palette eingesetzt werden.
In jeder Zerlegestufe wird die komplette Information mit Hilfe eines Scanners aus dem Code PDF417 gelesen und in einem Auszeichnungssystem für den Druck von weiteren Etiketten hinterlegt. Der Zugriff auf eine Datenbank ist dabei nicht notwendig, weil bereits alle relevanten Daten im Code PDF417 gespeichert sind. So wandert die Deklarationsinformation mit dem Produkt von der Grobzerlegung in die zentrale oder dezentrale Feinzerlegung.




