Rund 50% der fleischverarbeitenden Industriebetriebe in Deutschland setzen nach Einschätzung von Branchenkennern Metalldetektoren als präventive Maßnahmen zur Qualitätssicherung ein; Tendenz steigend. Diese elektronischen Spürnasen helfen gemäß HACCP die physikalischen Risiken zu minimieren. Selbst kleinste Kontaminationen von Eisen, Edelstahl, Messing, Kupfer oder Aluminium werden erkannt und aussortiert, bevor die Ware auf den Weg zum Kunden geht.
Metalldetektoren bestehen aus den beiden Hauptkomponenten Detektorspule und Auswerteelektronik. Metallverunreinigungen im Produktstrom verändern das hochfrequente Abtastfeld innerhalb der Detektorspule. Die Feldänderung (Energieverschiebung) wird durch die hochempfindliche Auswerteelektronik in einen Schaltimpuls umgewandelt, der dann anwendungsspezifisch genutzt werden kann. Der Schaltimpuls wird in der fleisch- und wurstverarbeitenden Industrie in der Regel an ein schnellschaltendes Dreiwege-Kugelventil geleitet. Letzteres schleust die mit metallischen Partikeln verunreinigte Produkte aus, ohne dass es dabei zu einer Unterbrechung des Produktionsprozesses kommt.
Besonders strenge Hygieneanforderungen gelten bei der Prüfung von unverpacktem Fleisch und Rohwurst auf metallische Fremdkörper. Die Produktionsanlage muss mehrmals am Tag mit Hochdruckreinigern oder Dampfstrahlern gesäubert werden. Viele Metallsuchgeräte werden dabei binnen kurzer Zeit durch Wassereintritt zerstört oder arbeiten danach nur noch unzuverlässig. Anders die Situation bei den Metallsuchgeräten Metron und den P-Tron-Metallausscheidern der Challenge-Baureihe von Mesutronic. Sie haben wasserdichte Edelstahl-Suchköpfe, die diese Extrembelastungen schadlos überstehen.
Individuelle Betriebs- und Ausscheideparameter für 150 unterschiedliche Produkte können in einem netzausfallsicheren Speicher hinterlegt werden, sogar produkttypische Signalkurven sind speicherbar. Einfache Statistik-Tools wie Metallereignis- und Stückzähler gehören zur Standardausrüstung. Ebenso kann der Verunreinigungsgrad erfasst und ausgewertet werden. Alle Metalldetektoren und -separatoren verfügen über ein Event Memory, in dem sämtliche Geräte-, Produkt- und Ereignisdaten (operative Daten) netzausfallsicher gespeichert werden. Via serieller Datenschnittstelle – wahlweise RS 232, 422 oder 485 – erfolgt die Übertragung an einen Drucker oder an ein übergeordnetes Daten-Management-System.
Der Anwender kann zwischen vier verschiedenen Protokollarten wählen. Dazu zählen beispielsweise eine HACCP-konforme Darstellung der Daten oder Protokolle zur Metallart oder Verunreinigungsintensität. Optional stehen Softwarepakete zur Verfügung, mit denen bis zu 63 Metalldetektoren und -separatoren über eine Zweidrahtbusleitung mit einem zentralen PC verbunden werden können. Zudem lassen sich von diesem zentralen Rechner aus sämtliche Einstell- und Betriebsparameter abrufen und verändern; übersichtliche Bildschirmmasken erleichtern die zentrale Datenverwaltung und -sicherung. Im Bedarfsfall haben die Service-Techniker von Mesutronic über Modem Zugriff auf das Kundennetzwerk; sie können Betriebsdaten überprüfen, verändern und Messsignalwerte abfragen.




