Trotz Einhaltung der gesetzlichen Hygienevorschriften und unternehmensspezifischen HACCP-Konzepte besteht in der Lebensmittelindustrie die ständige Gefahr der Kontamination sensibler Produkte mit schädlichen Mikroorganismen. Schon vom Rohstofflieferanten können Keime mit in den Produktionsbereich eingebracht werden. Während des Verarbeitungsprozesses kann es über verunreinigte Luft oder keimbehaftete Verpackungsmaterialien zu einer sekundären Kontamination der frischen Produkte mit pathogenen Mikroorganismen kommen. Auch hohe Luftfeuchten können zur Vermehrung von Pilzen auf Filtern von umluftbetriebenen RLT-Anlagen führen. Diese Schimmelpilze wiederum produzieren Mykotoxine und Sporen, die über die RLT-Anlage in der gesamten Produktion verbreitet werden können.
Um eine umfassende Hygiene zu gewährleisten, ist es daher notwendig, Schwachstellen im Betrieb mit einer ganzheitlichen Bestandsaufnahme zu lokalisieren und daraufhin gezielt Abhilfe zu schaffen. Als Spezialist für UV-C-Entkeimungstechnik in der Lebensmittelindustrie bietet Bäro individuell auf die Anforderungen des jeweiligen Anwenders ausgerichtete Entkeimungslösungen. Von der Beratung über die Anlagenplanung bis hin zu Installation und Wartung bietet das Leichlinger Unternehmen alle Leistungen aus einer Hand. Wie sich dies in der Praxis darstellt und welche Ergebnisse ein UV-C-Entkeimungskonzept erzielen kann, zeigt das Beispiel der Heinrich Nölke GmbH & Co. KG aus Versmold. Die Nölke-Gruppe besteht aus den Unternehmensbereichen Heinrich Nölke und Frischdienst Union, die mit Marken wie Gutfried und Menzefricke ihre Marktposition im Handel, bei Metzgereien und Großverbrauchern stetig ausgebaut hat. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte die Nölke-Gruppe einen Umsatz von 246 Mio. Euro, das Unternehmen Heinrich Nölke erreichte 166 Mio. Euro. Es gehört heute zu den führenden Wurst- und Fleischproduzenten Deutschlands.
Das Qualitätsmanagementsystem übernimmt bei dem Unternehmen eine sehr wichtige Funktion und wird daher regelmäßig durch neutrale Kontrollinstitute überprüft. Es erfüllt unter anderem die Anforderungen der internationalen und nationalen Standards wie ISO 9001, HACCP, IFS Version 5, Qualität und Sicherheit sowie BRC Higher Level. Im Rahmen des unternehmensinternen Qualitätsmanagementsystems spielt die Prävention eine entscheidende Rolle. Dies führte bereits vor zehn Jahren zu der Überlegung, UV-C-Luftentkeimungssysteme im Halbfertigwarenlager zu installieren, um die Keimbelastung dort nachhaltig zu reduzieren. Frank Stein, Leiter Zentrale Qualitätssteuerung und Qualitätsmanagement, erklärt: „Unser Ziel war, nahezu Reinraumbedingungen zu erreichen und die Keimbelastung im Schnitt bei Werten kleiner als 50 KbE/m3 zu halten. Wir waren schon zu Beginn, als wir unsere Anforderungen zur Reduzierung der Keimbelastung definierten, davon überzeugt, dass wir dieses Ziel mithilfe der UV-C-Strahlung erreichen würden“.




