Zum Inhalt springen
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
    Ernährungsindustrie-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Deutsche ErnährungsindustrieKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Deutsche Ernährungsindustrie
    © 2026 Deutsche Ernährungsindustrie
    Startseite/Fleischverarbeitung/Artikel
    Feneberg verpackt Hackfleisch im nachhaltigen Schlauchbeutel
    Bildquelle nicht angegeben
    Fleischverarbeitung

    Feneberg verpackt Hackfleisch im nachhaltigen Schlauchbeutel

    Die süddeutsche Supermarktkette Feneberg hat die Produktion von Hackfleisch komplett auf Flow-Packs umgestellt.
    Veröffentlicht
    09. Dezember 2020
    Lesezeit
    5 Minuten
    Rubrik
    Fleischverarbeitung

    Als regional verwurzeltes Familienunternehmen seht die Feneberg Lebensmittel GmbH für Werte wie Heimat, Qualität und Vertrauen. Hannes Feneberg, der gemeinsam mit seinem Bruder Christof das Unternehmen als Geschäftsführer leitet, sagt: „Die regionale Erzeugung der Lebensmittel und die Verbindung mit der Region und den Menschen, die dort leben, haben bei Feneberg schon immer eine zentrale Rolle gespielt. Regionale Erzeugung, enge Partnerschaften mit den Landwirten, Tierwohl und Umweltschutz sind seit vielen Jahren die Eckpunkte, die die Herstellung unserer Fleisch- und Wurstwaren kennzeichnen. Vor diesem Hintergrund war es uns wichtig, uns auch bei der Verpackung der hochwertigen Produkte weiterzuentwickeln und eine Variante zu wählen, die die Nachhaltigkeitskriterien in der Erzeugung fortsetzt.“

    Der Umstieg auf die Flow-Pack-Verpackung war ein großer Schritt für das Unternehmen, denn pro Woche produziert die Feneberg-Metzgerei in Kempten insgesamt 20 t Hackfleisch und Hackfleischprodukte wie Burgerpatties oder Cevapcici.

    Das Wichtigste für Feneberg: Die Kund*innen gehen den nachhaltigen Weg voll mit. „Die neue Verpackung wird sehr gut angenommen. Wir haben offenbar genau den Nerv unserer Kund*innen getroffen, die sich mehr Nachhaltigkeit beim Einkauf wünschen“, zieht Hannes Feneberg ein positives Fazit.

    35,7 t weniger Plastik pro Jahr durch Umstellung auf Schlauchbeutel

    Der große Vorteil des Flow-Packs: Er ist mit 60 bis 65 µm bis zu zehnmal dünner als konventionelle MAP-Schalen, die in der Regel eine Stärke von 450 bis 650 µm haben. Außerdem ist der Schlauchbeutel deutlich leichter als die Schale: Statt Taragewichten von 13,58 bis 24,98 g bringen die Folienlösungen je nach Größe gerade mal ein Tara zwischen 4,00 und 4,94 g auf die Waage. Dadurch spart Feneberg mindestens 70 % Plastik pro Verpackungseinheit ein, in der Spitze sind es sogar über 80 %. Auf das Jahr gerechnet sind das 35,7 t weniger Kunststoff, die von dem Handelsunternehmen in Umlauf gebracht werden.

    Vollständig recycelbar

    Weiteres Nachhaltigkeits-Plus für die Schlauchbeutel: Die verwendete Mehrschichtfolie Monoflowre des Folienherstellers Schur Flexibles besteht aus dem Mono-Material Polypropylen (PP) und ist deshalb rückstandslos recycelbar. Die Flow-Packs machen es dem Endverbraucher fürs Recyceln dabei besonders einfach: Verpackung auf, Fleisch raus und die Folie kann ungewaschen in den gelben Sack und so dem Recyclingprozess zugeführt werden. „Dieses einfache Handling ohne weiteres Trennen hat uns überzeugt“, erklärt Christan Gareiß, Leiter der Produktionstechnik bei Feneberg. „Viele andere Verpackungskonzepte, die Kunststoff einsparen, erfordern vom Endverbraucher einen Zwischenschritt. Oft muss man zum Beispiel eine Folie vom Karton abziehen, was erfahrungsgemäß nicht immer gemacht wird. Die Verpackungen landen dann im Restmüll. Da ist dann Endstation für das Recycling, bevor es überhaupt angefangen hat“, so Gareiß weiter.

    Mehr aus Fleischverarbeitung

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Fleischverarbeitung.

    Alle Fleischverarbeitung-Artikel
    JBT Marel: StreamLine-Linie für manuelle Truthahn-Entbeinung und -Zuschnitt
    Fleischverarbeitung

    JBT Marel: StreamLine-Linie für manuelle Truthahn-Entbeinung und -Zuschnitt

    16. Oktober 2026

    JBT Marel hat das modulare StreamLine-System auf die Truthahnverarbeitung ausgeweitet. Die Linie unterstützt manuelles Entbeinen und Zuschneiden von Brust, Filets und Keulen und liefert Echtzeit-KPI-Daten je Bediener.

    Ishida Europe optimiert Proteinlinien mit Kombiwägern und Röntgendetektion
    Fleischverarbeitung

    Ishida Europe optimiert Proteinlinien mit Kombiwägern und Röntgendetektion

    22. September 2026

    Ishida Europe adressiert mit seinem Produktportfolio die spezifischen Herausforderungen der Proteinverarbeitung: von präziser Wägetechnik für unregelmäßig geformte Frischprodukte bis zur Detektion von Knochenpartikeln…

    ← Zurück zu FleischverarbeitungZur Startseite

    Ernährungsindustrie-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →

    Produktschutz durch Hochbarriereschicht

    Weniger Plastik bedeutet dabei nicht weniger Qualität und Hygiene – im Gegenteil. „Der Flow-Pack ersetzt 1:1 die technischen Eigenschaften der MAP-Schale“, erklärt Thomas Blümel, Geschäftsführer der Ulma Packaging GmbH. Die Monoflowre-Mehrschichtfolie aus Mono-Material besteht zu über 95 % aus Polypropylen (PP) sowie einer dünnen Hochbarriere und hält so die Hackfleischprodukte auf höchstem Niveau frisch und appetitlich. Dank seiner Schutzatmosphäre ist der Flow-Pack darüber hinaus auch problemlos stapelbar ohne dass das Hackfleisch zerdrückt wird.

    Anpassungen an Schlauchbeutelmaschine

    Verpackt werden die SB-Hackfleischprodukte am Produktionsstandort der Feneberg-Metzgerei in Kempten von der Schlauchbeutelmaschine FM 300 von Ulma. Für die recycelbare PP-Folie hat Ulma einige Adaptionen an seiner Maschinentechnik vorgenommen. „Zum einen haben wir die Faltgeometrie angepasst, da die PP-Folie schneller knickt als andere Folien. Zum anderen haben wir Änderungen bei der Längs- und Quersiegelung vorgenommen, um die gewohnt hohe Siegelqualität auch für die Recyclingfolie zu gewährleisten“, erklärt Alexander Biechteler, Leiter des technischen Vertriebs und der Anwendungstechnik bei Ulma. Darüber hinaus wurden weitere Parameter sowie etliche Hintergrundprozesse neu eingestellt und für die neue Art der Hackfleischverpackung optimiert.

    Dank ihrer robusten Edelstahlrahmenkonstruktion ist die FM 300 von Ulma einfach zu reinigen und zu desinfizieren. Sie kommt deshalb überall dort zum Einsatz, wo ein besonders hohes Maß an Hygiene gefordert ist, beispielsweise beim Verpacken von frischen Lebensmitteln. Zusammen mit der neuen Schlauchbeutelmaschine hat Feneberg in seiner Produktion insgesamt sieben Maschinen von Ulma im Einsatz, neben Verpackungsmaschinen für Hackfleisch, Wurst und Aufschnittwaren auch Anlagen für Backwaren und Fertiggerichte.

    „Für uns war klar, dass wir dieses wichtige Projekt zusammen mit Ulma machen. Wir arbeiten bereits seit zehn Jahren zusammen und kennen die Maschinen sehr gut. Außerdem schätzen wir Ulma als besonders zuverlässigen Partner, der stets offen ist für neue Ideen“, betont Gareiß von Feneberg. Im Technikum bei Ulma in Memmingen haben die beiden Unternehmen verschiedene Produktmuster und Tests gefahren sowie Folientypen mehrerer Hersteller getestet.

    Geringerer Logistikaufwand und reduzierter C02-Ausstoß

    Vor der Umstellung auf die Flow-Packs reichte eine Palette an MAP-Schalen für 2880 bis 5040 Verkaufsverpackungen für Hackfleisch und Hackfleischprodukte. Aus dem gleichen Transportvolumen mit Flow-Pack-Material generiert Feneberg jetzt zwischen 64 8000 bis 81 000 Verkaufsverpackungen. Oder anders ausgedrückt: „Statt 100 Lkw-Ladungen an MAP-Schalen brauchen wir jetzt gerade mal 7 Lkw-Ladungen an Folie. Das ist eine Reduzierung von 93 %. Genauso groß ist die Einsparung beim Lagerbedarf“, verdeutlicht Gareiß.

    Die Pluspunkte auf der ökonomischen Seite wirken gleichzeitig auch auf der ökologischen. Durch die enorme Materialersparnis und den reduzierten Einsatz von Lkw-Transporten lässt sich mit den Flow-Packs in letzter Konsequenz auch der CO2-Ausstoß deutlich reduzieren. Das geringere Verpackungsvolumen – im Vergleich zur MAP-Schale – senkt darüber hinaus auch den Stromverbrauch für die Lagerung, die Herstellung und die Kühlung der Produkte in der Schlauchbeutelverpackung.

    Für die Zukunft: gesamtes SB-Fleisch im Flow-Pack

    „Der Flow-Pack ist die Verpackung der Zukunft in der Lebensmittelindustrie. Daran führt kein Weg vorbei. Wir können bei dieser Verpackungsvariante zwar nicht komplett auf Kunststoff verzichten, aber wir können die Menge enorm reduzieren. Und nach der Verwendung können wir das Material vollständig recyceln – so sieht ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt aus“, betont Anwendungstechnikleiter Biechteler von Ulma. Hier bietet sich der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie ein enormes Potenzial, das rasch genutzt werden kann. „Denn die Flow-Pack-Verpackung ist eine ausgereifte Technologie, die nicht neu erfunden werden muss, sie kann wirklich von jetzt auf gleich umgesetzt werden“, ergänzt Geschäftsführer Blümel und denkt da ganzheitlich: „Bei fast allen Produkten, die aktuell noch in MAP-Schalen verpackt werden, ist der Schwenk auf Flow-Pack machbar. Warum also noch warten?“ So sieht es auch Feneberg. Das Familienunternehmen aus dem Allgäu will im nächsten Schritt das gesamte SB-Fleisch-Sortiment auf Verpackungen aus Schlauchbeutel umstellen.

    Meat & Minds Summit: MULTIVAC, TVI und Handtmann bündeln Expertise für die Fleisch- und Proteinindustrie
    Fleischverarbeitung

    Meat & Minds Summit: MULTIVAC, TVI und Handtmann bündeln Expertise für die Fleisch- und Proteinindustrie

    17. September 2026

    MULTIVAC, TVI und Handtmann richten gemeinsam den Meat & Minds Summit aus – eine Fachveranstaltung, die aktuelle Zukunftsthemen der Fleisch- und Proteinindustrie aus Industrie- und Forschungsperspektive beleuchtet. Im…

    Wipotec: Präzise Traceability ersetzt pauschale Rückrufe in der Fleischverarbeitung
    Fleischverarbeitung

    Wipotec: Präzise Traceability ersetzt pauschale Rückrufe in der Fleischverarbeitung

    21. August 2026

    Wipotec zeigt, wie vernetzte Inspektions- und Kennzeichnungssysteme mit 2D-Codes in der Fleischbranche belastbare Rückverfolgbarkeit in Echtzeit ermöglichen – und damit sowohl Lebensmittelverluste als auch Rückrufkosten…