Von der Zeitschrift „Feinschmecker“ unter die besten 500 Metzger Deutschlands gewählt, werden bei der Bedford Fleischwaren GmbH & Co. KG hochwertige Wurst- und Schinkenprodukte aus ausgesuchten Zutaten hergestellt, die über Delikatess- und Feinkostfachgeschäfte sowie ausgewählte Lebensmittelhändler vertrieben werden. „Es gibt keinen Ersatz für Qualität“, lautete das Credo des Firmengründers Piet Mutsaers, das zur Leitlinie des 1964 als mittelständischer Familienbetrieb gegründeten Unternehmens wurde. Damit die Spezialitäten so schmackhaft auf den Tisch kommen, wie sie die Bedford-Produktion verlassen, setzt das Unternehmen auch hinsichtlich Verpackung und Versand Maßstäbe. Nach der von Hand durchgeführten Endkontrolle des Produkts werden die Waren in der Vakuumabteilung tagesfrisch verpackt. In einer geschlossenen Kühlkette werden die Artikel kommissioniert und täglich zum Kunden geliefert. Ein Gewinn für die Kunden ist dabei der Wegfall vorgegebener Kartoneinheiten. Das computer- und robotergesteuerte Versandlager erlaubt die komplette Kommissionierung aller Waren als Einzelstücke. Alle Aufträge können nach Eingang, gemäß Kundenwunsch, zusammengestellt und verpackt werden. Durch die Kodierung der Waren ist gewährleistet, dass jedes Produkt bis zum Kunden lückenlos zurückverfolgt werden kann. So wird sichergestellt, dass die Kühlkette beim Versand zu keiner Zeit unterbrochen wird.
Das war nicht immer so. Früher wurden Kartoneinheiten mit fester Stückzahl zusammengestellt. Der Nachweis erfolgte über Lieferscheine. Es traten jedoch immer häufiger Probleme bei der Koordinierung und Kapazitätsauslastung auf, insbesondere zu den Stoßzeiten. „Da das Hauptgeschäft im Handel in der zweiten Wochenhälfte stattfindet, fällt die größte Nachfrage auf den Wochenanfang, wenn die Produkte nachbestellt werden. Zu diesen Zeiten ist die Logistik besonders gefordert“, erklärt Jürgen Benner, Prokurist bei Bedford Fleischwaren. Hinzu kamen Forderungen aus dem Handel den Vertrieb über Barcode abzuwickeln. Vorrangiges Ziel bei der Umstellung auf ein neues System war deshalb nach Aussage von Benner eine beleglose Auftragskommissionierung. Darüber hinaus war es gewünscht, dass der Kunde sein Sortiment selbst zusammenstellen kann, wobei die kleinste Einheit ein Stück betragen sollte. Für das Unternehmen war darüber hinaus wichtig, Hardware und Software möglichst aus einer Hand zu beziehen. Bedford Fleischwaren entschied sich schließlich für das MiniLoad-System von Westfalia. Das automatische Lager für Kleinteile ist ideal für eine hohe Anzahl von gleichen Artikeln. „Gegenüber herkömmlicher Lagertechnik liegt der erhöhte Kundennutzen des MiniLoad-Systems im geringen Einsatz von dynamischer Technik, was ein sicheres Handling der Ladungsträger, geringe Störanfälligkeit und Optimierung der Servicekosten sichert“, erklärt Frank Wüstenfeld, Bereichsleiter Behälterlogistik, Westfalia Storage Systems. „Die mögliche Nutzung von vorhandenen Räumlichkeiten durch das Prinzip der Kompaktlagerung führt zudem zu verringerten Baukosten und erhöhter Wirtschaftlichkeit.“




