Für die Inline-Analyse von Fleisch hat Tomra die Gerätebaureihen Q-Vision und QV-P im Programm. Im Interview mit dei stellt Ihnen Lars Povlsen, Sales Manager bei Tomra Food, beide Baureihen vor. Außerdem erläutert er, wie beide Analysegerätebaureihen den Produktionsprozess und den Ressourceneinsatz optimieren können.
Vor wenigen Monaten hat Tomra Food auf der Iffa das Analysegerät Q-Vision vorgestellt. Herr Povlsen, was kann dieses Gerät?
Lars Povlsen: Es dient zur Inline-Analyse von frischem oder gefrorenem Schweine-, Rind- oder Geflügelfleisch. Dabei lässt sich, je nach eingesetzter Lösung, der Fettgehalt und auf Wunsch zusätzlich auch der Kollagen-, Protein- und Wassergehalt bestimmen. Q-Vision ist auf mittlere und größere Produktionsumfänge ausgelegt und analysiert den Fett-, Kollagen-, Protein- und Wasseranteil.
Welchen Nutzen bietet Q-Vision dem Anwender?
Povlsen: Die Analysegeräte ermöglichen eine Ressourcenoptimierung entlang der gesamten Prozesskette. Denn durch eine qualitative und quantitative Analyse des Rohstoffs Fleisch lassen sich Einkauf und Produktion optimieren und am Ende höhere Margen erzielen.
Wie funktionieren diese Q-Vision-Analysegeräte?
Povlsen: Zur Anwendung kommt die Interaktanz-Spektroskopie-Technologie. Dabei wird Licht mit einer speziellen Wellenlänge in das Analysegut gesendet und anschließend spektrometrisch untersucht. Der Unterschied zwischen eingestrahltem und aufgefangenem Licht ermöglicht hochpräzise Aussagen über die Zusammensetzung von frischem und gefrorenem Fleisch. Wichtiger Vorteil: Q-Vision ist für eine kontinuierliche Echtzeitanalyse ausgelegt. Dazu wird das zu analysierende Produkt auf einem Band durch das Analysegerät geführt. Ist das Band mit einer Wägezelle ausgestattet, können die Gewichtsdaten mit den analytischen Daten, die Q-Vision erzeugt, kombiniert werden.
Warum ist es so wichtig, den Fettanteil von Fleisch zu kennen?
Povlsen: Zum einen fungiert Fett als Geschmacksträger. Q-Vision ermöglicht im Sinne einer Geschmacksoptimierung eine zuverlässige Einstellung des Fettanteils gemäß der Rezepturvorgaben. Das ist auch während des laufenden Prozesses möglich. Zum anderen werden viele Fleischprodukte in der Herstellung von vornherein zu mager angelegt, um einerseits den vorgeschriebenen Fettwert nicht zu überschreiten. Und weil andererseits eine Auffettung jederzeit möglich ist. Nachteil dieser Vorgehensweise: Es wird zu viel teures Magerfleisch verwendet und damit vergeudet.




