Als Marktführer für Komplettlinien im Bereich Slicing-Anwendungen ist Weber bekannt für seine ganzheitlichen Verarbeitungs- und Verpackungskonzepte. Ein solches präsentiert der Lösungsanbieter nun für die Verarbeitung und Verpackung von Kaliberware wie Brühwurst, Salami und Kochschinken.
Das Linienkonzept für Kaliberware ist auf einem minimierten Footprint auf die Verarbeitung und Verpackung von Kaliberware zugeschnitten. Gleich zu Beginn der Linie präsentiert sich eine Einheit, die das Linienpersonal beim manuellen Pellen runder Produkte unterstützt. Die semiautomatische Pell- und Beladehilfe ermöglicht dem Bedienpersonal das einfache, ergonomische und schnelle Einbringen der Produkte in die Produktionslinie. Hierzu dient zunächst eine Produktführung, in der die runden Produkte eingelegt werden können und im Anschluss die Pelle manuell angeschnitten und abgezogen werden kann. Darauffolgend werden die Produkte auf eine Beladehilfe geschoben und dort vor dem Beladen zwischengepuffert. Ist die richtige Anzahl an Produkten gepellt und auf der Beladehilfe positioniert, wird die Beladehilfe mittels eines Fußpedals angehoben und die Produkte rollen auf das Eintaktmodul des Slicers.
Multitalent im Slicen
Als Slicer kommt in diesem Linienkonzept der Slicer Welice 7500 zum Einsatz. Der Performance-Slicer bietet eine große Vielfalt an unterschiedlichen Schneid-, Zuführungs- und Portioniersystemen bei einer hohen Leistung von bis zu 1850 Umdrehungen pro Minute. Dadurch sowie nicht zuletzt dank des 500 mm breiten und 220 mm hohen Schneidschachts eignet sich der Slicer perfekt für eine große Bandbreite an Anwendungen kalibertreuer Produkte, aber auch Käse, Kochschinken, Bacon oder Spezialanwendungen wie Whole Muscle und Quartering lassen sich präzise und effizient mit dem Weslice 7500 aufschneiden. Die Slicer-Konfiguration in diesem Linienkonzept ist bedingungslos für Kaliberanwendungen optimiert. Das Führungssystem im Bereich der Eintaktung und Produktführung minimiert trägt zum besonders einfachen, sicheren und schnellen Umrüsten bei Produktwechseln bei. Optional kann das Eintaktmodul des Slicers mit einer Wiegefunktion ausgestattet werden. Damit kann das genaue Gewicht aller der Linie zugeführten Produkte erfasst und Linienleistung in Bezug auf Ausbeute ermittelt werden. Der Weslice 7500 ermöglicht das Aufschneiden direkt mit Packungsmittenabstand. Das Resultat ist ein sanfterer Portionsfluss ohne Querverteilung.
Präzise wiegen, transportieren und einlegen
Nach dem gewichtsgenauen Aufschneiden und Portionieren der Kaliberprodukte werden die Portionen an die Weber Wiege- und Ausrichteinheit übergeben. Diese Einheit verwiegt die Portionen spurindividuell hochpräzise und richtet die Portionen in Transportrichtung aus – das reduziert die Linienlänge, da das Ausrichten nicht vom Einleger übernommen werden muss.
Als nächstes werden die Portionen an die Automatisierungskomponente weitergegeben, in diesem Fall an den automatischen Bandeinleger Weber Weload 4000. Dieser Einleger wurde speziell für die Produktion von Kaliberware entwickelt und zeichnet sich durch kompaktes und platzsparendes Design gepaart mit Anwenderfreundlichkeit aus. Letzteres zeigt sich besonders anhand des einlaufseitig neuen Bandsystem-Designs. Dieses ermöglicht die sichere Bedienung sowie eine einfache Links-rechts-Korrekturmöglichkeit für das Linienpersonal. Für einen einen hochfunktionellen Ablauf wurde der Weload in die nachfolgende Weber Wepack-7000-Tiefziehverpackungsmaschine integriert. Daraus resultieren außerdem bessere Zugänglichkeit dank weniger Maschinenfüße sowie mehr Platz unter dem Einleger. Natürlich ist der Weload 4000 auch als nicht-integrierte Variante erhältlich und kann mit anderen Verpackungsmaschinen kombiniert werden. Aufgrund der Performance der vorgelagerten Komponenten und des damit hohen Anteils an gutgewichtigen Portionen ist kein oberes Aussortierband erforderlich.
Effizient verpacken, etikettieren und vereinzeln
Auch die in diesem Linienkonzept integrierte Tiefziehverpackungsmaschine Wepack 7000 wurde auf Kaliberware-Applikationen angepasst und ist daher besonders kompakt. Einer der Gründe für die in der Baulänge optimierte Maschinenkonfiguration ist die Verfolgung von Einzelpackungen durch alle Prozessschritte. Denn dies ermöglicht die taktversetzte Positionierung einzelner Arbeitsschritte wie der Produktzuführung, dem Etikettieren oder Querschneiden. Zu dem kompakten Footprint der Weber Verpackungsmaschine tragen außerdem die Standard-Querstanzen mit reduzierter Gesamtbreite bei. Dadurch ist eine engere Gruppierung in der Schneidstation möglich, wodurch Modulverlängerungen verhindert und die Maschinenlänge optimiert wird.
Bei der Vermeidung von Ausfallzeiten bei nicht spezifikationsgerechter Folie helfen ab sofort zwei neue technische Features in der Wepack 7000. Zum einen das Bahnkantenkontrollsystem, das Betriebssicherheit bei voller Ausnutzung der möglichen Folienbreite garantiert. Möglich gemacht wird dies mithilfe von zwei Sensoren und der automatischen Zentrierung der Folie, wodurch verhindert wird, dass zu schmale Folie aus der Kette rutscht. Zum zweiten besitzt die Verpackungsmaschine eine Feinstellung für den Kettenabstand bis zur Siegelstation. Anpassungen nach der Installation aufgrund herstellerseitig zu schmal geschnittener Folie sind damit ohne großen Zeitaufwand noch möglich. Um eine bessere Formgebung der Packungen zu erreichen, nutzt Weber die Formtech-Technologie. Mithilfe eines großen und unter höherem Druck in kürzester Zeit zugeführten Formluftvolumens wird eine sogenannte Explosionsumformung durchgeführt und somit eine gleichmäßige Materialverteilung während des Formprozesses erreicht. Diese Technik hilft dabei, die Steifigkeit der Packungen insbesondere beim Einsatz dünner Folien weitmöglichst sicherzustellen. Darüber hinaus ist kein Vorheizen notwendig, was wertvolle Linienlänge einspart.
Finalisiert werden die fertigen Aufschnittpackungen mithilfe des Welabel-5500-Etikettierers, der jeweils ein Etikett auf der Packungsunterseite anbringt. Die Bewegungen des Welabel sind perfekt auf die Bewegungen der Wepack abgestimmt und verlaufen völlig harmonisch, dank weniger bewegter Massen. Die sich überschneidenden Bewegungen führen zu einer Zeitersparnis und ermöglichen damit schnellere Taktfolgen. So ist sichergestellt, dass der Querbahn-Etikettierer größtmögliche Formatbereiche realisieren kann. Darüber hinaus ist der Welabel vollständig in die Steuerung der Weber Verpackungslinien integriert.
Den Abschluss des Linienkonzeptes bildete der kompakte Packungsvereinzeler Weber Wesort 3000. Bis zu sechs Spuren lassen sich so auf eine Spur vereinzeln. Eine anwendungsabhängige Anpassung der Bahnigkeit ist dabei jederzeit einfach möglich. Die Steuerung des Wesort ist in die Wepack-Verpackungsmaschine integriert, was ermöglicht, dass Rezeptwechsel zusammen mit der Wepack erfolgen können.
Weber Food Technology SE & Co. KG, Breidenbach




