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    Kameras schützen Fleischproduktionshalle vor Bränden
    Bildquelle nicht angegeben
    Fleischverarbeitung

    Kameras schützen Fleischproduktionshalle vor Bränden

    In der Produktionshalle des Fleischproduzenten Dovecote Park in Stapleton in Yorkshire (Großbritannien), herrscht rund um die Uhr reger Betrieb. Dabei
    Veröffentlicht
    09. April 2025
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Fleischverarbeitung

    Dovecote Park wurde 1997 gegründet. Das Unternehmen liefert landesweit britisches Rind-, Kalb- und Wildfleisch für den Einzelhandel, die gehobene Gastronomie und den Catering-Sektor. Das Unternehmen kontrolliert den gesamten Prozess der Fleischproduktion von der Beschaffung der Tiere von sorgfältig ausgewählten Bauernhöfen, über die Schlachtung, die Verpackung für den Einzelhandel bis hin zum Versand.

    Kleine Brände eskalieren schnell

    Dabei ist es entscheidend, den Produktionsprozess in der Haupthalle in Yorkshire am Laufen zu halten. Bei Maschinen, die rund um die Uhr in Betrieb sind, sind Brände in der Lebensmittelproduktion leider keine Seltenheit. Der Brand in einer Fleischproduktionshalle in Wolverhampton im Januar 2024 ist nur ein Beispiel dafür wie schnell solche Ereignisse eskalieren können. Die Folgen eines Brands können verheerend sein. Es besteht nicht nur das Risiko, dass Menschen zu Schaden kommen und die Infrastruktur beschädigt wird, sondern die betroffenen Unternehmen müssen auch mit einer langen Betriebsunterbrechung und einer deutlichen Beschädigung des Markennamens rechnen.

    Brandrisiko: heiß laufende Ausrüstung

    Das Management im Dovecote Park legt großen Wert auf Brandschutz und konnte ein Brandrisiko auf dem Dachboden der Hauptproduktionshalle feststellen. Dort sind sämtliche kritischen Geräte untergebracht wie z. B. Motoren, Pumpen, Schaltschränke und Verteilertafeln, die die Maschinen in der Lebensmittelproduktion (zum Schneiden und Verpacken) in der Produktionshalle antreiben. Der Grund dafür, dass diese Geräte auf dem Dachboden untergebracht sind, liegt darin, dass sie vom Boden der Lebensmittelfabrik getrennt sein müssen, aber immer noch nahe genug, um die Maschinen darunter effizient zu betreiben.

    Wenn diese Ausrüstung veraltet und abgenutzt ist oder das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat, läuft sie normalerweise heiß. Mechanische Probleme wie verschlissene Pumpen, beschädigte Lager oder elektrische Probleme wie ausfallende Schutzschalter haben alle das Eine gemeinsam: Sie beginnen sich zu erhitzen. Wenn dieser Hitzestau unbemerkt bleibt, kann er verheerende Brände auslösen.

    Wärmebildtechnik schlägt Feuerlöscher

    Auf der Suche nach einer technischen Lösung für den Brandschutz zog das Team von Dovecote Park zunächst eine Sprinkleranlage in Betracht. Diese Idee wurde jedoch schnell verworfen, da sie sich als nicht die richtige Lösung für die Produktionshallenumgebung erwies. „Es ist nicht nur teuer, einen großen Bereich mit einer Sprinkleranlage abzudecken, sondern eine solche Anlage wird auch erst dann aktiviert, wenn sich ein Feuer bereits entwickelt hat. Das ist viel zu spät, denn dann ist der Schaden schon angerichtet“, so Nick Dunn, HS&E (Health, Security, Environment) Manager bei Dovecote Park. Darüber hinaus kann eine Sprinkleranlage in einem Produktionsbereich voller elektrischer und mechanischer Geräte erhebliche Wasserschäden verursachen.

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    In Zusammenarbeit mit dem Systemintegrator WRS Solutions schlug Flir eine Lösung zur Installation mehrerer R-Kameras der FH-Serie auf dem Dachboden vor. Die Flir FH-R ist eine robuste, fest installierte Multispektralkamera, die radiometrisches Wärmebild-Streaming mit einer 4K-Kamera für sichtbares Licht kombiniert. Damit erreicht sie eine schnelle und frühzeitige Branderkennung und ermöglicht die visuelle Überprüfung des Vorfalls bereits, während er sich entwickelt. Die Wärmebildtechnik erkennt sogenannte Hotspots entdeckt, bevor sie ihre Zündgrenze erreichen.

    Wenn ein Hotspot oder ein vordefinierter Temperaturschwellenwert überschritten wird, werden über ein angeschlossenes Video Management System (VMS) oder einen Relaisausgang akustische und visuelle Alarme an das Sicherheitspersonal des Unternehmens gesendet. Wenn das Team den eingehenden Alarm sieht, kann es entscheiden, welche Taktik zur Reaktion erforderlich sind. Die FH-R-Sensoren verfügen außerdem über eine integrierte intelligente Analytik, mit der sie die Bewegungen von Personen verfolgen können. Die Sensoren ermöglichen es den Betreibern, die Schwellentemperaturen leicht an die zu überwachende Ausrüstung anzupassen. Es ist also durchaus möglich, verschiedene Temperaturbereiche beispielsweise auf einem Dachboden zu überwachen.

    Brandschutzbewusst 24/7

    Zusätzlich zum Sicherheitsteam werden die Warnmeldungen auch an die technische Abteilung und an Nick Dunn in seiner Funktion als Health, Safety and Environmental Manager gesendet. „Je mehr Überblick wir über unsere Produktionshalle haben, desto besser“, sagt Nick. „Die Wärmebildkameras haben uns das Leben wesentlich leichter gemacht. Sie geben uns die notwendige Sicherheit, um bei der Wartung unserer Ausrüstung proaktiv vorgehen zu können, anstatt nur zu reagieren. Sobald etwas heiß wird, kann unser Wartungsteam bereits einschreiten.“

    Das Fazit ein Jahr nach der Installation: Es wurden bereits zwei Vorfälle erkannt. Ein potenziell katastrophaler Vorfall war ein Motorlager, das zu überhitzen begann. Wäre es nicht rechtzeitig von einer Flir-Kamera entdeckt worden, hätte dies zu einem Ausfall und zu einer ernsthaften Betriebsstörung geführt. Ein zweiter, weniger schwerwiegender Vorfall war eine Dampfleitung, die kaputt ging. Eine Kamera nahm dies ebenfalls wahr und das Wartungsteam konnte weitere Schäden verhindern. Heute sind in den verschiedenen Dachkammern über der Produktionshalle über 30 FH-R-Kameras installiert. Nicht zuletzt dank der Installation der Wärmebildkameras konnte Dovecote Park auch seine Versicherungsprämie für die Produktionshalle deutlich senken.

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