Eine Durchsatzsteigerung von 50 %, erhöhte Flexibilität sowie optimierte Hygiene-, Reinigungs- und Wartungsbedingungen – das sind die wesentlichen Vorteile des servotechnischen Antriebskonzepts der Lachsschlachtmaschine Baader 144. Ermöglicht werden die Verbesserungen durch den Einsatz der dynamischen, kompakten und spielarmen TPM+-Servoaktuatoren von Wittenstein alpha.
War Lachs früher eine rare Delikatesse, so ist er heute ein Massenprodukt – der jedoch nach wie vor ein Gefühl von Luxus transportiert. Zudem gilt Lachs als gesund, weil er reich an Omega-3-Fettsäuren ist, die den Cholesterinspiegel im Blut senken und Herzinfarkten vorbeugen können. Der Appetit auf Lachs, der bereits heute zu etwa 90 % in Fischfarmen gezüchtet wird, – rund 400 Mio. Lachse schwimmen alleine vor Norwegens Küsten in Meeresgehegen – dürfte also weiter steigen. „Dieser Trend ist seit langem absehbar“, meint Carsten Paulsohn, Entwicklungsingenieur bei Baader. „Aus diesem Grund haben wir uns bereits frühzeitig mit Produktivitäts- und Effizienzverbesserungen von Lachsschlachtmaschinen beschäftigt“, fährt er fort.
Ehrgeizige Entwicklungsziele
Die Entwicklungsziele für seine neue Lachsschlachtmaschine Baader 144 hat der Hersteller ehrgeizig formuliert: So soll der Durchsatz von bisher 12 bis 16 Fischen pro Minute je nach Größe auf 25 Lachse pro Minute steigen – in einem variablen Größenspektrum von 2 bis 11 kg ohne Vorsortierung. Zudem soll ein Steuerungssystem in der Maschine Anwendern die Bedienung komplexer Bewegungsabläufe ermöglichen. Darüber hinaus planten die Maschinenbauer, die hygienische Bauweise durch ein Antriebskonzept mit erhöhtem Korrosionsschutz zu verbessern sowie den Reinigungs- und Wartungsaufwand der Maschine zu minimieren. Die Herausforderung: Die kompakten Abmessungen des bereits bewährten Vorgängermodells Baader 142 sollten beibehalten werden.
„Um die Anlagenanforderungen an Geschwindigkeit und Flexibilität in Bezug auf die Größe der zu verarbeitenden Lachse erfüllen zu können, war es erforderlich, die bisherigen Schrittmotoren mit Riemenvorgelege durch leistungsfähigere Servomotoren zu ersetzen“, erklärt Paulsohn. „Die Servoaktuatoren TPM+ ermöglichen es, die Werkzeuge entsprechend der Lachskontur dynamisch in der Höhe zu verfahren und gleichzeitig den Sauger und Kratzer während des Vorschubes des Fisches durch die Maschine mitfahren zu lassen“, betont er.
„Die TPM+-Servoaktuatoren haben sich in unseren Versuchsreihen erfolgreich gegen Standardservomotoren mit Winkelgetrieben oder mit Riemenvorgelegen durchgesetzt“, fasst Paulsohn die Ergebnisse zusammen. „Mit der Integration dieser Servoaktuatoren in die Lachsschlachtmaschine Baader 144 können wir die Produktivität der Maschine im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich verbessern“, fügt er hinzu.




