Das Unternehmen Loidl aus der Steiermark produziert Salami. Um in der Wurst Rückstände von Aluminium-Clips aufzuspüren, setzt der Hersteller auf Metalldetektion mithilfe von künstlicher Intelligenz. Metalldetektoren, die mit einer speziellen Software ausgestattet sind, blenden den Produkteffekt von Salami weitgehend aus und sorgen so für eine effiziente Qualitätskontrolle.
Im idyllischen St. Stefan im Rosental, mitten in der Südoststeiermark, befindet sich die Heimat der Loidl Salami. Gegründet in den 1960er-Jahren, verdankt die H. Loidl Wurstproduktions- und Vertriebsges. m.b.H & Co KG ihr rasantes Wachstum der hohen Qualität ihrer Produkte. Hinter dem ausgezeichneten Geschmack steckt eine Kombination aus Handarbeit und technischer Kontrolle.
Nach dem Kuttern, dem sorgfältigen Vermischen aller Zutaten, wird die Wurst in eine luftdurchlässige Hülle abgefüllt und auf beiden Seiten mit Aluminium-Clips geschlossen. Anschließend bleiben die Salamis bis zu drei Monate lang in einer Reifekammer. Vor dem Schneiden und Verpacken der Wurst müssen die Hülle und die Aluminium-Clips per Hand entfernt werden.
Gelegentlich bleiben Aluminiumrückstände an der Salami. Da die bis dato eingesetzten Standardmetalldetektoren die geforderten Empfindlichkeiten nicht erreichen konnten, fragte das Unternehmen Loidl bei der Sesotec GmbH nach einer alternativen Lösung an. In unverpackten Salamistangen mit 50 bis 60 cm Länge sollten die Aluclips-Teile detektiert und verunreinigte Produkte automatisch entfernt werden.
Schnell fiel der Blick auf Methoden der künstlichen Intelligenz (KI), an denen Sesotec zum Zeitpunkt des Projektes bei Loidl gerade forschte. Bei der Entwicklung der KI-Software Think entstand mit Loidl eine partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Metalldetektion mit künstlicher Intelligenz für eigenleitfähige Produkte
Aufgrund der Eigenleitfähigkeit (Produkteffekt) von Fleisch ist es schwierig, metallische Fremdkörper mit herkömmlichen Metallsuchsystemen zu finden. Die Think-Software von Sesotec, die bei Intuity-Metalldetektoren eingesetzt wird, macht es möglich, dieses Problem zu lösen.
Bei dieser Technologie werden mehrere Frequenzen simultan auf das zu untersuchende Produkt angewendet. Der Produkteffekt kann so enger eingegrenzt werden und es entstehen mehrere „intelligente“ Erkennungsschwellen. Alle Signale, die außerhalb der Schwellen liegen, werden als Metallfremdkörper erkannt und die Empfindlichkeit wird erheblich erhöht. Think verbessert die Leistung der Metalldetektion deutlich, weil eine hohe Empfindlichkeitseinstellung möglich ist, um kleinste metallische Partikel zu finden.
Mit der KI-Software kann der Produkteffekt nahezu völlig ausgeblendet werden, d. h. der Produkteffekt wird von echten Metallverunreinigungen unterschieden. Dadurch minimieren sich Fehlausschleusungen bei gleichzeitig gesteigerter Empfindlichkeit.




