Flexibilität, Sicherheit, Automatisierung und Ressourcenschonung – das sind die vier Schlagworte, denen sich Vemag verpflichtet fühlt. Herr Dr. Rathmann, wie spiegeln Sie sich in den Anlagen Ihres Unternehmens wider? Beginnen wir mit der Flexibilität.
Dr. Niclas Rathmann: Eine Vemag-Linie ist nicht nur für ein Produkt nutzbar. Auf ein und derselben Linie können unterschiedliche Produkte hergestellt werden. Nach kurzer Reinigung und dem Austausch des Vorsatzgerätes produziert sie morgens Hackfleisch, mittags Fleischbällchen, nachmittags Hamburger und nachts frische Bratwürste. Gerade diese Flexibilität ist in Zeiten stark schwankender Nachfragen und saisonalisierter Produkte sehr wichtig.
Was subsumieren Sie unter dem Schlagwort Sicherheit?
Dr. Rathmann: Zum einen die Maschinensicherheit. Hier erfüllen wir natürlich alle gängigen nationalen und internationalen Normen. Zum anderen die hygienische Sicherheit. Das bedeutet, dass unsere Anlagen so konstruiert sind, dass auf ihnen – eine ordnungsgemäße Bedienung vorausgesetzt – nur hygienisch einwandfreie Produkte hergestellt werden können. Sie erfüllen alle die Richtlinien des Hygienic Designs und der EHEDG. Darüber hinaus sind wir der einzige Anbieter, der ex works bereits Füllmaschinen mit dem USDA-3A-Sanitary-Standard ausliefern kann.Von der hygienischen Sicherheit ist es nur ein ganz kleiner Schritt zur Anlagenautomation. Denn sie hilft uns dabei, manuelle Tätigkeiten, die immer auch mit hygienischen Risiken verbunden sind, auf ein Minimum zu reduzieren. Im Sinne einer hohen Produktivität müssen die Automatisierungslösungen natürlich auch so konzipiert sein, dass es zwischen den einzelnen Linienkomponenten zu keinen Schnittstellenproblemen kommt.
Lassen Sie uns abschließend über das vierte Schlagwort, die Ressourcenschonung, sprechen.
Dr. Rathmann: Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Indem wir unsere Maschinen so konstruieren, dass sie sparsam mit den Rohstoffen umgehen, handeln wir einerseits im Sinne unserer Kunden und nehmen andererseits auch eine soziale Verantwortung wahr. Schließlich leben wir in Zeiten knapper werdender Lebensmittel.
Das zentrale Produkt Ihres Unternehmens sind kontinuierliche Vakuumfüller. Wie funktionieren die?
Dr. Rathmann: Ursprünglich nutzten Fleischer diese Geräte dazu, Wurstteig in den Darm zu füllen. Heute sind unsere Füller Lebensmittelpumpen, die nicht nur in der fleischverarbeitenden Industrie eingesetzt werden, sondern überall dort, wo pumpfähige Lebensmittel schonend und gewichtsgenau verarbeitet werden müssen.




