Oxytec-Kläranlagen arbeiten ausschließlich mit Ozon und Sauerstoff, sonstige Chemikalien kommen nicht zum Einsatz. Das gereinigte Abwasser kann ohne zusätzliche Einleitergebühr direkt in das öffentliche Kanalsystem eingeleitet werden oder als Prozess-, Kühl- oder Waschwasser wiederverwendet werden. Bei der Ozonierung werden die Moleküle der geruchserzeugenden Verbindungen nahezu komplett zerstört. Mithilfe von Umkehrosmosesystemen ist das vorgereinigte Abwasser auch weiter recycelbar. Der entstehende Klärschlamm hat einen Trockenanteil von bis zu 45 %. Da er keine Chemikalien enthält, könnte er als Dünger oder Viehfutter genutzt werden.
Das Ozon-Flotationssystem von oxytec vermindert die Gesamtkeimzahl des Abwassers, reduziert alle wasserlöslichen Farbstoffe und baut schädliche organische Verbindungen ab. Zusätzlich vermindert das Flotationssystem den CSB- und BSB5-Gehalt des Abwassers. Gleiches gilt für den Fettgehalt. Mehr als 95 % der Fettverbindungen werden zerstört. Auch der Sauerstoffbedarf des Wassers wird mit bis zu 90 % signifikant reduziert.
Ein Puffertanks mit integriertem Filter ist der Abwasserbehandlung mit Ozon vorgeschaltet. Das Wasser wird in den Tank gepumpt, wo die groben Bestandteile mit einem Sieb entnommen werden. Gleichzeitig dient der Puffertank zur Einstellung des zur Wasseraufbereitung in der Ozonflotation notwendigen pH-Wertes. Nach dem Puffertank gelangt das Abwasser in die Ozonflotation. Hier wird eine Mischung aus Sauerstoff und Ozon mit Hochdruck in das verschmutzte Abwasser injiziert. Die bei der Ozonisierung entstehenden Abbauprodukte wandern an die Wasseroberfläche. Die oxytec-Flotationsanlage ist ein On-Off-System, das sich durch geringen Platzbedarf, Wartungsfreundlichkeit und Unempfindlichkeit gegenüber Lastschwankungen im Abwasser auszeichnet. Hervorzuheben ist ferner der hohe Trockenanteil des reinen Schlamms und der niedrige Stromverbrauch. Bei einer durchschnittlichen Abwassermenge von ca. 600 m3 pro Tag liegt er bei 32 kWh.
Zu den Anwendern der oxytec-Ozonflotation gehören beispielsweise zwei Unternehmen der Intermarché-Gruppe: Triskel in Lorient und Guidel (Sag) in Guidel. Spezialität von Triskel ist die Andouille. Diese Wurst wird ausschließlich aus Innereien hergestellt. Guidel (Sag) produziert verschiedene Fleischprodukte und gefrorenen Fisch. Der Wurstproduzent Triskel musste sein Abwasser-Vorbehandlungssystem erneuern, es war in die Jahre gekommen. Das Unternehmen entschied sich nicht für ein klassisches Vorklärungsverfahren, in dem auf biologischen oder chemisch-physikalischen Weg die organische Last abgebaut wird, sondern für die Ozonflotation von oxytec. Die Reduktion von reaktiven Stoffen und chemischen Polymeren bringt für Triskel pro Jahr eine Ersparnis von netto 130 000 Euro. Außerdem reduzieren sich die Betriebskosten durch einen geringen Stromverbrauch der Pumpen. Ferner hat oxytec eine Garantie für die veranschlagte Senkung der Werte für Fett, CSB, BSB5 etc. übernommen. Seit Inbetriebnahme der Ozonflotationsanlage werden diese Werte zuverlässig erreicht. Hinzu kommt, dass die Verschmutzungskoeffizienten auf ein Drittel reduziert werden konnten.




